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Wann angeln

Beste Angelzeit: Tageszeit, Wetter und Mond

Die beste Angelzeit ist meist die Dämmerung bei stabilem oder langsam fallendem Luftdruck. Hier siehst du, warum, und was je Art anders ist.

Beißzeit für deinen Spot
Foto: Pescaday

1. Tageszeit: Dämmerung schlägt Mittag

Im Dämmerlicht sehen Raubfische ihre Beute gut, die Beute den Räuber schlecht. Darum liegen die Fenster der meisten Arten um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Diese Faustregeln nutzt auch unsere Beißzeit-Prognose.

Beißfenster je Art an einem Beispieltag, Sonnenaufgang 7 Uhr, Sonnenuntergang 17 Uhr (Faustregeln)03691215182124SonnenaufgangSonnenuntergangHecht, BarschZanderMeerforelleAal, WelsDorsch im WinterKarpfen, Forelle
Beißfenster je Art an einem Beispieltag, Sonnenaufgang 7 Uhr, Sonnenuntergang 17 Uhr (Faustregeln)
Beste Zeit je Art aus den Steckbriefen
  • Hecht: Tagsüber und in der Dämmerung, besonders im Frühjahr nach der Laichzeit und im Herbst.
  • Zander: Vor allem abends und nachts; gute Monate sind Mai und Juni nach der Laichzeit sowie September bis Dezember.
  • Flussbarsch: Tagsüber aktiv, besonders gut vom Spätsommer bis in den Herbst, wenn die Schwärme Kleinfische jagen.
  • Europäischer Aal: In der Dämmerung und nachts, vor allem in warmen Sommernächten.
  • Karpfen: Warmes Halbjahr ab etwa 8 °C Wassertemperatur, oft in der Dämmerung und nachts; im Sommer auch an der Oberfläche.
  • Bachforelle: In der Dämmerung und bei trübem Licht, wenn sie aktiver jagt; gut im Frühjahr und Frühsommer zum Insektenschlupf.
  • Meerforelle: Vor allem im Frühjahr und Herbst bei kühlem Wasser, gern in der Dämmerung und bei leicht bewegter See.
  • Dorsch (Kabeljau): In der kühleren Jahreszeit von Herbst bis Frühjahr, tagsüber vom Boot, in der Brandung eher abends und nachts.

Dort jeweils mit Quellen.

2. Wetter: Luftdruck und Wind lesen

Langsam fallender oder stabiler Druck ist meist gut, schnell steigender nach einer Front meist zähstabilfällt langsamFrontsteigt schnellstabilLuftdruck über rund zwei Tage, schematisch
Langsam fallender oder stabiler Druck ist meist gut, schnell steigender nach einer Front meist zäh
Luftdruck
Fällt er über den Tag langsam oder bleibt er stabil, rechnet unsere Prognose mit mehr Bissen. Steigt er schnell, etwa nach einer Kaltfront, mit weniger.
Wind
Eine leichte bis frische Brise kräuselt das Wasser, das macht Fische mutiger und treibt Futter ans Windufer. Sturm macht das Angeln schwer und unsicher.
Wolken und Regen
Bedeckter Himmel verlängert die Dämmerung über den Tag. Wie Regen wirkt, steht auf der eigenen Seite.

Angeln bei Regen

3. Wasser: Temperatur zählt mehr als Luft

Fische sind wechselwarm. Ihr Stoffwechsel folgt der Wassertemperatur, nicht der Luft. Im Frühjahr beißt es zuerst in flachen Buchten, die sich schnell erwärmen, im Hochsommer früh am Morgen und tiefer, im Winter langsam und tief. Wo ein Pegel die Wassertemperatur misst, zeigt ihn unsere Karte.

4. Mond und Gezeiten

Die Solunar-Theorie sagt Beißzeiten aus dem Stand des Mondes voraus. Belegt ist das nur teilweise: Eine Auswertung von 381 Turniertagen vor Australien fand bei fünf von acht Hochseearten einen Zusammenhang mit der Mondphase, bei drei keinen. Unsere Prognose gibt Neu- und Vollmond deshalb nur einen kleinen Bonus.

An der Küste zählen die Gezeiten oft mehr: Strömung bringt Futter. Fällt der Wechsel von Ebbe und Flut in die Dämmerung, wertet unsere Prognose das in den USA als Plus.

Quellen: Lowry, Williams, Metti 2007, Fisheries Research 88

5. Jahreszeit und Regeln

Welche Art gerade Saison hat, zeigt der Angelkalender je Monat und Region. Vor dem Angeln immer Schonzeit und Mindestmaß prüfen.

Kurz gefragt

Wann ist die beste Angelzeit am Tag?

Für die meisten Arten die erste und die letzte Stunde Licht, also rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Aal und Wels beißen vor allem nachts, Dorsch im Winter oft am hellen Tag.

Beißen Fische besser bei fallendem Luftdruck?

Als Faustregel ja: Vor einer Front, wenn der Druck langsam fällt, sind viele Fische aktiv. Steigt er nach der Front schnell, wird es meist zäh. Gute Studien dazu gibt es kaum, es bleibt Erfahrung.

Hat der Mond Einfluss auf die Beißzeit?

Bei manchen Arten ja, bei anderen nicht. Eine Auswertung von Turnierfängen fand für einige Hochseearten einen Zusammenhang mit der Mondphase, für andere keinen. Die Solunar-Tabelle zeigt die Mondzeiten für jeden Tag.

Welche Jahreszeit ist zum Angeln am besten?

Das hängt von der Art ab: Raubfische oft im Herbst, Karpfen und Schleie im Sommer, Dorsch im Winter. Der Angelkalender zeigt je Monat, was Saison hat, und die Schonzeiten-Seiten, was geschützt ist.

Alles hier sind Faustregeln, keine Garantie. Die Prognose heißt Prognose, bis wir sie mit echten Fängen abgeglichen haben.

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