Methode
Posenangeln: so startest du
Beim Posenangeln hängt dein Köder unter einem Schwimmer in der richtigen Tiefe. Taucht die Pose ab, hat ein Fisch gebissen.
Gut für
Angeltag mit Posenangeln planenDas brauchst du
- Posen- oder Matchrute: 3,45 bis 4,20 m, 5 bis 30 g Wurfgewicht
- Alternativ eine Stipprute ohne Rolle für das Angeln nah am Ufer
- Kleine Stationärrolle mit dünner monofiler Schnur
- Posen mit passender Tragkraft und Schrotbleie in mehreren Größen
- Feine Haken, für Brassen am Stippgerät etwa Größe 14 bis 18
- Schnurstopper für die Laufpose und ein Klemmblei zum Ausloten
- Köder: Maden, Mais, Rotwürmer und etwas Lockfutter
- Kescher, Hakenlöser, Maßband, Schlagholz und Messer
So gehst du vor
- Bleie die Pose aus: Klemm so viele Schrote an, bis nur noch die Antenne aus dem Wasser schaut. Die Tragkraft auf der Pose ist nur ein Richtwert.
- Setz die Schrote von oben nach unten kleiner werdend, das unterste etwa drei Zentimeter über dem Haken.
- Lote die Tiefe aus: Klemmblei an den Haken und auswerfen. Geht die Pose unter, stellst du tiefer, bis gerade noch die Antenne zu sehen ist.
- Ist das Wasser tiefer als deine Rute lang, nimm eine Laufpose mit Stopper. Der Abstand vom Stopper zum Haken ist deine Angeltiefe.
- Füttere sparsam an: ein paar kleine Futterballen genau dorthin, wo die Pose stehen soll.
- Köder anbieten und die Pose beobachten. Taucht sie ab, zieht sie weg oder legt sie sich flach hin, setzt du den Anhieb.
- Drill ruhig und lande größere Fische mit dem Kescher. Fische für die Küche betäubst und tötest du sofort waidgerecht.
Typische Fehler
- Pose zu schwach bebleit: sie steht zu hoch, die Fische spüren Widerstand und lassen los.
- Tiefe nicht ausgelotet: der Köder treibt mitten im Wasser statt dort, wo die Fische fressen.
- Feste Pose im tiefen Wasser: bei fester Pose darf die Angeltiefe die Rutenlänge nicht überschreiten.
- Zu viel Futter auf einmal: die Fische werden satt, bevor sie deinen Köder finden.
Tipps
- Steigt die Pose auf und legt sich flach, ist das ein Hebebiss. Auch dann anschlagen.
- Bei vorgebleiten Posen ist die erste Zahl das eingebaute Blei, die zweite das Gewicht, das du noch dazu klemmst.
- Starte an einem Teich oder kleinen See mit vielen Weißfischen, dort kommen die ersten Bisse meist schnell.
Kurz gefragt
Wie tief stelle ich die Pose ein?
Lote zuerst die Tiefe mit einem Klemmblei am Haken aus. Für Friedfische wie Brassen stellst du die Pose dann so ein, dass der Köder am Grund liegt oder knapp darüber schwebt. Kommen keine Bisse, probier etwas flacher oder tiefer.
Was ist der Unterschied zwischen fester Pose und Laufpose?
Die feste Pose sitzt an einer Stelle auf der Schnur, die Angeltiefe ist also höchstens so groß wie deine Rute lang. Die Laufpose gleitet auf der Schnur bis zu einem Stopper, damit fischst du auch in tiefem Wasser.
Welche Pose ist für Anfänger am besten?
Für ruhiges Wasser eine schlanke Pose mit wenig Tragkraft, fest auf der Schnur. Sie ist einfach einzustellen und zeigt Bisse gut. Wichtig ist, dass du sie so ausbleist, dass nur noch die Antenne herausschaut.
Schonzeit und Mindestmaß sind Ländersache und können je Gewässer strenger sein. Wir bauen die Übersicht je Bundesland mit Quelle und Prüfdatum gerade auf. Bis dahin gilt: Landesfischereiverordnung und Gewässerordnung deines Vereins prüfen.
Quellen (3)
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