pescaday

Methode

Swimbait-Angeln: Paddle Tail, Glide, Big Bait

Swimbaits laufen wie ein schwimmender Beutefisch: weiche Paddle Tails am Jigkopf, harte Glide Baits und große Big Baits. Die Tiefe steuerst du über Absinkzeit, Gewicht und Tempo.

Angeltag mit Spinnfischen planen

Gut für

Das brauchst du

So gehst du vor

  1. Kläre vorher Fischereischein, Erlaubnisschein und die Gewässerordnung, zum Beispiel ob Kunstköder gerade erlaubt sind.
  2. Wähl die Ködergröße nach dem Zielfisch und den Beutefischen: im Herbst und Winter eher größer, im Sommer eher kleiner.
  3. Zieh den Paddle Tail gerade auf, etwa 60 Prozent der Körperlänge sitzen auf dem Hakenschenkel. Ein Tropfen Sekundenkleber am Kragen hält ihn fest.
  4. Zähl den Köder nach dem Wurf bis zum Grund ab und merk dir die Sekunden. So kannst du ihn später gezielt auf die Tiefe der Fische absinken lassen.
  5. Führ den Paddle Tail gleichmäßig und eher langsam knapp über dem Grund. Steigt er zu hoch, kurbelst du langsamer oder legst kurze Pausen ein.
  6. Folgen Fische ohne zu beißen, bau alle fünf bis sechs Kurbelumdrehungen einen kurzen Spurt aus zwei schnellen Umdrehungen ein.
  7. Glide Baits führst du langsam mit sanften Rutenschlägen nach unten, dann gleiten sie seitlich aus. Lass sie zwischendurch stehen, viele große Fische beißen genau dann.
  8. Fische, die du entnimmst, betäubst und tötest du sofort waidgerecht. Alle anderen hakst du zügig im Wasser ab.
Typische Fehler
  • Den Paddle Tail zu schnell führen: dann läuft er über den Fischen statt knapp über dem Grund.
  • Zu leichte Jigköpfe: ein schwererer Kopf lässt den Köder beim Schwanzschlag seitlich rollen, genau das reizt die Räuber.
  • Glide Baits im dichten Kraut: mit zwei offenen Drillingen hängen sie, in Seerosen oder Wasserpflanzen lassen sie sich kaum führen.
  • Big Baits ohne Stahlvorfach in Hecht- und Musky-Gewässern: selbst dickes Fluorocarbon kann durchgebissen werden.

Tipps

Kurz gefragt

Welches Jigkopf-Gewicht passt zum Swimbait?

Für 5 bis 8 cm lange Gummis reichen etwa 5 bis 7 g. Für 10 bis 15 cm gelten 10 g als leichteste Wahl und 14 g als guter Start. Bei Wind und Strömung brauchst du mehr, du solltest den Grund immer spüren.

Wie steuere ich die Lauftiefe?

Vor allem über Absinkzeit und Tempo: je länger du den Köder sinken lässt, desto tiefer läuft er, schnelleres Kurbeln hebt ihn an. Ein schwererer Kopf sinkt schneller, mit 10 g etwa 53 cm pro Sekunde, mit 20 g etwa 80 cm.

Paddle Tail oder Glide Bait?

Der Paddle Tail ist der vielseitige Einstieg, am Jigkopf fischst du ihn vom Grund bis ins Mittelwasser. Glide Baits sind große, harte Köder bis etwa 85 g, die vor allem im kühleren Wasser im Frühjahr, Spätwinter und Herbst fangen.

Weitere Methoden

Regeln prüfen

Schonzeit und Mindestmaß sind Ländersache und können je Gewässer strenger sein. Alle Regeln je Bundesland, mit Gesetzestext

Quellen (7)

Stand 2026-10-25. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

Du weißt mehr?

Ergänzungen, Fotos von deinen Fängen oder ein Fehler im Text: schreib uns, wir nennen dich gern als Helfer.

Hinweis schicken