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Vergleich

Königslachs oder Silberlachs? Der Unterschied

Woran du Königslachs und Silberlachs sicher unterscheidest, mit Merkmalen, Größe, Lebensraum und Ködern im direkten Vergleich.

Königslachs in Seitenansicht
Königslachs Oncorhynchus tshawytscha
Silberlachs in Seitenansicht
Silberlachs Oncorhynchus kisutch

Der schnelle Unterschied

Königslachs: Silberlachs (Coho): Punkte nur auf dem oberen Schwanzlappen und helles Zahnfleisch am Unterkiefer (FishBase). Buckellachs: ebenfalls gepunkteter Schwanz, aber ohne Silber auf der Schwanzflosse; nur der Königslachs verbindet schwarze Punkte und Silber auf dem Schwanz (englische Wikipedia). Atlantischer Lachs: lebt im Atlantik, eingesetzte Königslachse der Großen Seen leben dort aber neben eingesetzten Atlantiklachsen (Faustregel).

Silberlachs: Königslachs: schwarzes Zahnfleisch und Punkte auf beiden Schwanzlappen (FishBase). Rotlachs: im Meer ohne deutliche Punkte auf Rücken und Schwanz, zur Laichzeit roter Körper mit grünem Kopf (FishBase). Steelhead und Regenbogenforelle: dichter gepunktete Schwanzflosse und rosa Seitenband (Faustregel).

Im direkten Vergleich

So erkennst du ihn

Königslachs
  • Im Meer blaugrüner bis schwarzblauer Rücken, silbrige Flanken, kleine schwarze Punkte auf Rücken und auf beiden Lappen der Schwanzflosse (FishBase)
  • Zahnfleisch des Unterkiefers schwarz, im Meer wie im Süßwasser (FishBase, englische Wikipedia)
  • Im Süßwasser zur Laichzeit olivbraun, rot oder violett, Männchen mit Hakenkiefer (FishBase, englische Wikipedia)
Silberlachs
  • Im Meer dunkelblauer oder grünlicher Rücken, silberne Flanken, kleine schwarze Punkte auf dem Rücken und nur auf dem oberen Lappen der Schwanzflosse (FishBase, englische Wikipedia)
  • Zahnfleisch am Unterkiefer ohne dunkle Färbung, hell (FishBase, englische Wikipedia)
  • Zur Laichzeit leuchtend rote Flanken, blaugrüner Kopf und Rücken, Männchen mit Hakenkiefer (englische Wikipedia)

Größe und Alter

Königslachsbis 150 cm · 61,4 kg · 9 Jahre
Silberlachsbis 108 cm · 15,2 kg · 5 Jahre

Lebensraum

KönigslachsNordpazifik und Arktis mit Zuflüssen von Point Hope in Alaska bis zum San Joaquin River in Kalifornien, dazu Honshu in Japan, Japanisches Meer, Beringmeer und Ochotskisches Meer; anadrom, im Meer 0 bis 375 m tief, bei 0 bis 25 °C (FishBase). Auf asiatischer Seite von Hokkaido bis zum Palyavaam-Fluss in Nordostsibirien, gut bekannt vor allem auf Kamtschatka (englische Wikipedia). Eingeführt in die Großen Seen (seit 1967, hält sich dort vor allem durch jährlichen Besatz), nach Patagonien und Neuseeland, wo in Flüssen von Canterbury und North Otago Laichzüge entstanden sind (englische Wikipedia).
SilberlachsNordpazifik vom Anadyr in Russland bis Hokkaido und von Point Hope in Alaska bis Baja California in Mexiko; anadrom, im Meer 0 bis 250 m tief, bei 0 bis 25 °C (FishBase). Die englische Wikipedia nennt als natürliche Südgrenze die Monterey Bay in Kalifornien. Eingeführt in alle Großen Seen (groß angelegter Besatz ab 1966 im Michigansee, seit 1970 in allen Großen Seen) und in viele Stauseen der USA; natürliche Vermehrung dort meist gering (englische Wikipedia). Die deutsche Wikipedia nennt auch eine Einführung in Nordfrankreich.

Laichzeit

KönigslachsAuf den Laichplätzen von September bis Dezember, in größeren und tieferen Gewässern als andere Lachse; das Weibchen legt die Eier in mehrere Nestgruben, bewacht sie 4 bis 25 Tage und stirbt dann, die Eier schlüpfen nach 90 bis 150 Tagen (englische Wikipedia). Die Wanderung aus dem Meer beginnt laut FishBase schon im Dezember, sodass die ersten Fische im Frühjahr vor den Flussmündungen stehen; die Fische wandern bis zu 4.827 km flussauf (FishBase), im Yukon über 3.000 km (englische Wikipedia). Geschlechtsreif meist mit 4 bis 6 Jahren (deutsche Wikipedia).
SilberlachsMit drei oder vier Jahren steigen die Fische zum Laichen auf, teils bis in nur 5 cm tiefes Wasser; das Weibchen schlägt bis zu sieben Laichgruben im Kies, danach sterben die Eltern (englische Wikipedia). Im Süden des Verbreitungsgebiets kommen die Fische im Dezember und Januar ins Süßwasser, nach Norden hin zunehmend früher; sie warten an den Mündungen auf steigende Pegel nach Regen (FishBase). Die Eier schlüpfen nach sechs bis sieben Wochen im Spätwinter oder Frühjahr (englische Wikipedia).

Methoden

KönigslachsSchleppfischen mit Downrigger auf dem Meer und in den Großen Seen, Driften oder Treibenlassen von Rogen und Ködern im Fluss, Spinnfischen mit Blinker und Spinner an Flussmündungen und Gumpen, Mooching: Driften mit Heringsköder im Küstenwasser (Faustregel)
SilberlachsSchleppfischen an der Küste und in den Großen Seen, Spinnfischen von Strand und Ufer, wenn Schwärme im Flachen jagen (englische Wikipedia), Fliegenfischen im Salzwasser und im Fluss (englische Wikipedia), Treibenlassen von Rogen oder Spinner im Fluss (Faustregel)

Köder

KönigslachsHering (ganz oder als Schnittköder), Lachsrogen, Großer Spinner, Blinker, Wobbler hinter Lockflasher
SilberlachsSpinner, Blinker, Heringsstreifen, Lachsrogen, Streamer (Fliege)

In der Küche

KönigslachsSehr geschätzter Speisefisch mit hohem Omega-3-Gehalt.
SilberlachsBeliebter Speisefisch.

Schutzstatus

KönigslachsIUCN: nicht gefährdet (Least Concern, 2020; FishBase); die englische Wikipedia schreibt dagegen, die Art sei nicht für die Rote Liste bewertet. An der Westküste der USA sind laut NOAA Fisheries Stand 2025 zwei Bestände als gefährdet (endangered) und sieben als bedroht (threatened) nach dem Endangered Species Act gelistet, in Alaska keiner (NOAA Fisheries, abgerufen 21.10.2026). NOAA Fisheries regelt den Lachsfang im Meer zusammen mit Bundes-, Staats-, Stammes- und kanadischen Stellen; Lizenz, Mindestmaß und Fanglimit gelten je Bundesstaat bzw. für Bundesgewässer nach NOAA-Vorgaben, in Kanada je Provinz und Bund. Im Yukon-Delta galt 2012 ein Fangverbot zum Schutz der Bestände (deutsche Wikipedia). Gelistete Bestände dürfen oft nicht entnommen werden: vor jedem Angeltag die aktuellen Notverordnungen der Behörde prüfen.
SilberlachsIUCN: nicht gefährdet (Least Concern, 2020; FishBase). An der Westküste der USA ist laut NOAA Fisheries Stand 2025 ein Bestand als gefährdet (endangered) und drei sind als bedroht (threatened) nach dem Endangered Species Act gelistet; die Bestände in Alaska liegen nahe oder über den Zielwerten (NOAA Fisheries, abgerufen 21.10.2026). NOAA Fisheries regelt den Lachsfang im Meer zusammen mit Bundes-, Staats-, Stammes- und kanadischen Stellen; Lizenz, Mindestmaß und Fanglimit gelten je Bundesstaat bzw. für Bundesgewässer nach NOAA-Vorgaben, in Kanada je Provinz und Bund. Für gelistete Bestände gelten in vielen Gewässern Entnahmeverbote: aktuelle Regeln der Behörde prüfen.

Weiter

Quellen (10)

Stand 2026-10-23. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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