Fischart
Amerikanischer Seesaibling
Der Amerikanische Seesaibling, englisch Lake Trout, ist der größte Saibling: ein langsam wachsender Kaltwasserfisch tiefer Seen in Kanada, Alaska und den Großen Seen, im Sommer fast nur mit Schleppangel in der Tiefe zu fangen (englische und deutsche Wikipedia).
Salvelinus namaycush

Foto: Allan Harris, Wikimedia Commons, CC0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- Im Herbst über Steingrund: im Süden des Oberen Sees laichen die meisten Fische im Oktober und Anfang November auf felsigen Untiefen in weniger als 20 Faden Tiefe (USGS-Studie 1955). Das Laichen findet vor allem nachts statt, mit dem Höhepunkt zwischen Dämmerung und 21 bis 22 Uhr; im Süden jährlich, in arktischen Seen wie dem Großen Bärensee nur jedes zweite Jahr (FishBase).
- Typische Methode
- Schleppangeln in der Tiefe mit Downrigger oder Kupferschnur (deutsche Wikipedia)
- Top-Köder
- Großer Blinker
So erkennst du ihn
- Dunkelgrüner bis grauer oder fast schwarzer Rücken, dicht mit hellen, weißlichen bis gelblichen Punkten, nie rosa oder rot gepunktet (FishBase)
- Tief gegabelte Schwanzflosse (FishBase)
- Fettflosse vorhanden; Brust-, Bauch- und Afterflosse vorne manchmal mit weißem Saum (englische und deutsche Wikipedia, FishBase)
Verwechslungsgefahr: Bachsaibling: rote Punkte mit blauem Hof, wurmartige Rückenzeichnung und fast gerade Schwanzflosse statt der tiefen Gabel (Faustregel). Splake: meist unfruchtbare Kreuzung aus Bachsaibling-Männchen und Seesaibling-Weibchen, wird in Seen besetzt (englische Wikipedia). Von europäischen Saiblingen unterscheidet ihn der dunkle, hell gepunktete Körper und die tief gegabelte Schwanzflosse (FishBase).
So fängst du ihn
Methoden: Schleppangeln in der Tiefe mit Downrigger oder Kupferschnur (deutsche Wikipedia), Eisangeln mit Jig oder Köderfisch (deutsche Wikipedia), Spinnfischen und Fliegenfischen vom Ufer im Frühjahr nach der Eisschmelze (deutsche Wikipedia), Vertikales Jiggen über Kanten und Unterwasserbergen (Faustregel)
Köder: Großer Blinker, Köderfisch (tot, am System), Schwerer Jig mit Gummifisch, Löffel- oder Schleppblinker hinter Lockflasher, Streamer (Fliege)
Im Frühjahr nach der Eisschmelze und im Herbst steht er ufernah, im Sommer träge im tiefen, kalten Wasser, im Winter gut beim Eisangeln (deutsche Wikipedia).
Lebensraum und Nahrung
Heimisch in Atlantik-, Arktis- und Pazifik-Einzugsgebieten von Nordkanada und Alaska bis Neuengland, in den Großen Seen und im Norden Montanas, vielerorts eingesetzt; 3 bis 61 m tief, meist 18 bis 53 m, bei 4 bis 13 °C (FishBase). Lebt in kalten, sauerstoffreichen Seen, im Sommer oft in 20 bis 60 m Tiefe (englische Wikipedia); im Winter, Frühjahr und Spätherbst auch an der Oberfläche, unter dem Eis und im Flachen (deutsche Wikipedia). Eingeführt unter anderem in Argentinien, Chile und in Bergseen des Alpenraums (deutsche Wikipedia); im Yellowstone Lake gilt er als invasiv (englische Wikipedia).
Frisst Süßwasserschwämme, Krebstiere, Insekten, Fische (bevorzugt Maränen) und kleine Säugetiere; manche Bestände fressen zeitlebens Plankton, wachsen dann langsamer und bleiben kleiner (FishBase, englische Wikipedia).
Größe und Alter
FishBase: max. 150 cm, üblich 50 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 32,7 kg, Höchstalter 50 Jahre, geschlechtsreif um 52 cm. Der größte belegte Fisch wog laut englischer Wikipedia fast 46 kg (102 lb) bei 130 cm und kam aus einem Stellnetz, laut deutscher Wikipedia aus dem Athabascasee; IGFA-Rekord mit der Angel laut englischer Wikipedia: 33 kg (72 lb) und 150 cm, Großer Bärensee 1995. Fische von 6,8 bis 18,1 kg sind nicht selten, die Durchschnittslänge liegt bei 61 bis 91 cm (englische Wikipedia); die deutsche Wikipedia nennt für heutige Fänge meist 1 bis 3 kg, im Norden Kanadas und in Alaska deutlich mehr.
Schutz und Regeln
Mindestmaß, Fanglimit und Schonzeit legt in den USA jeder Bundesstaat selbst fest. Pescaday listet diese Regeln noch nicht: Prüf sie vor dem Angeln bei der Fischereibehörde des Staates, in dem du angelst. Angelschein USA: Behörde je Bundesstaat
In Deutschland haben wir für diese Art in keiner Landesfischereiverordnung ein Mindestmaß oder eine Schonzeit gefunden.
In der Küche
Einer der begehrtesten Speisefische Nordamerikas: Fleisch je nach Nahrung weiß bis lachsfarben, fest und trocken, geschmacklich nahe am Lachs (deutsche Wikipedia); FishBase beschreibt es meist gelblich oder cremefarben.
Quellen (6)
- fishbase.de/summary/Salvelinus-namaycush.html
- en.wikipedia.org/wiki/Lake_trout
- de.wikipedia.org/wiki/Amerikanischer_Seesaibling
- api.gbif.org/v1/species/2351327/vernacularNames
- pubs.usgs.gov/publication/1000146
- nps.gov/yell/planyourvisit/fishing.htm
Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].
Du weißt mehr?
Ergänzungen, Fotos von deinen Fängen oder ein Fehler im Text: schreib uns, wir nennen dich gern als Helfer.
Hinweis schicken