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Fischart

Seeskorpion

Bulliger Grundfisch mit großem, stacheligem Kopf und riesigem Maul, englisch Shorthorn sculpin. Häufiger Beifang an Steinen, Molen und Hafenmauern in Nord- und Ostsee, nicht giftig, aber stachelig.

Myoxocephalus scorpius

Seeskorpion (Myoxocephalus scorpius) in Seitenansicht

Foto: Cephas, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
Im Winter, laut englischer Wikipedia Dezember bis März. Etwa 2.500 Eier werden als Klumpen zwischen Steinen abgelegt und vom Männchen bewacht, die Larven schlüpfen nach etwa 5 Wochen (deutsche und englische Wikipedia, FishBase). Geschlechtsreif mit 2 Jahren (deutsche Wikipedia); FishBase nennt 17,8 cm als mittlere Länge bei der ersten Reife (Spanne 15 bis 30 cm).
Typische Methode
Grundangeln an Molen, Hafenmauern und Steinpackungen (Faustregel)
Top-Köder
Seeringelwurm
Angeltag auf Seeskorpion planen

So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Der Seebull (Taurulus bubalis) ist kleiner und hat einen längeren Vorkiemendeckelstachel, der bis zum Rand des Kiemendeckels reicht (Faustregel; Unterscheidungsmerkmal nach deutscher Wikipedia). Der Seeskorpion selbst ist nicht giftig, wird aber mit giftigen Drachenköpfen verwechselt (englische Wikipedia).

So fängst du ihn

Methoden: Grundangeln an Molen, Hafenmauern und Steinpackungen (Faustregel), Leichte Grundmontage dicht an Steinen und Tang (Faustregel), Nachtangeln, da meist nachtaktiv (deutsche Wikipedia), Vorsichtig abhaken, Kiemendeckelstacheln beachten (Faustregel)

Köder: Seeringelwurm, Wattwurm, Fischfetzen, Garnele, Krabbe

In der kalten Jahreszeit, da der Seeskorpion Kälte gut verträgt und im Winter in Küstennähe laicht (englische und deutsche Wikipedia); bevorzugt nachts (deutsche Wikipedia).

Lebensraum und Nahrung

Nordatlantik und Arktis: von Südostgrönland, Jan Mayen und Island über die Britischen Inseln bis zur Biskaya, Nordsee, Ostsee, Spitzbergen und südliche Barentssee mit Weißem Meer; im Westen von der James Bay bis New York (FishBase). Lebt auf Fels mit Sand oder Schlamm und zwischen Algen, von 0 bis 451 m Tiefe (FishBase, englische Wikipedia); die deutsche Wikipedia nennt bis 200 m. Kommt auch im Brackwasser der Ostsee vor und übersteht dank Frostschutzproteinen Temperaturen um den Gefrierpunkt (englische Wikipedia).

Fische, größere Krebstiere, gelegentlich Borstenwürmer und Flohkrebse (FishBase, deutsche Wikipedia). Meist nachtaktiver Räuber (deutsche Wikipedia).

Größe und Alter

FishBase: max. 78,0 cm (Totallänge), üblich 24,0 cm (Standardlänge), Höchstalter 18 Jahre. Die deutsche und die englische Wikipedia nennen bis 60 cm, die größten Tiere in Arktis und Subarktis (englische Wikipedia). Die Quellen weichen bei der Maximallänge ab.

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: nicht gefährdet (Least Concern, bewertet 2023; FishBase). In den deutschen Küstenverordnungen nicht genannt: weder in Anlage 1 KüFVO Schleswig-Holstein noch in § 4 KüFVO M-V oder § 6 NKüFischO Niedersachsen; keine EU-Regel für Angler (VO (EU) 2026/249). Mindestmaß und Schonzeit sind je Land und Revier geregelt; geprüft am 21.10.2026. Im Winter bewachen die Männchen den Laich: in dieser Zeit gefangene Fische zurücksetzen (Faustregel).

Für diese Art haben wir in keiner Landesfischereiverordnung ein Mindestmaß oder eine Schonzeit gefunden. Gewässerordnungen können trotzdem etwas regeln.

Regeln prüfen

Schonzeit und Mindestmaß sind Ländersache und können je Gewässer strenger sein. Alle Regeln je Bundesland, mit Gesetzestext

In der Küche

Als Speisefisch kaum genutzt; die drei Quellen nennen keine Zubereitung (FishBase führt nur eine Nutzung in der Fischerei). Wegen der Stacheln und des großen Kopfs bleibt wenig Filet; meist wird er zurückgesetzt (Faustregel).

Quellen (5)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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