Fischart
Peacock Bass
Brasilianisch Tucunaré, spanisch Pavón. Ein bunter Buntbarsch mit Pfauenauge an der Schwanzwurzel, der Oberflächenköder wie ein Rowdy attackiert: im Gatun-See am Panamakanal die Nummer eins, in Südflorida eingebürgert.
Cichla ocellaris

Foto: Theo Modder, Wikimedia Commons, CC BY 4.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- Meist zu Beginn der Regenzeit, in Florida April bis September mit Höhepunkt Mai und Juni; beide Eltern bewachen das Nest (englische Wikipedia). Weibchen legen 9.000 bis 15.000 Eier je kg Körpergewicht auf einen flachen Stein, Larven schlüpfen bei 28 °C nach 78 Stunden (deutsche Wikipedia).
- Typische Methode
- Spinnfischen wie auf Forellenbarsch, aber Gummiwürmer nimmt er kaum (englische Wikipedia)
- Top-Köder
- Jerkbait
So erkennst du ihn
- Schwarzer Augenfleck mit gelbem Ring (Ocellus) an der Schwanzwurzel
- Drei dunkle Querbinden auf gelbgrünem bis orangem Körper, bei alten Fischen verblasst
- Männchen zur Laichzeit mit Stirnbuckel (Nackenhöcker)
Verwechslungsgefahr: Die Gattung hat 15 Arten; der Speckled Peacock Bass (Cichla temensis) wird mit bis zu 1 m und 13 kg am größten, in Florida ist er geschützt (englische Wikipedia). Cichla orinocensis trägt drei große goldgerandete Flecken statt Binden. Trotz des Namens kein Verwandter des Forellenbarschs.
So fängst du ihn
Methoden: Spinnfischen wie auf Forellenbarsch, aber Gummiwürmer nimmt er kaum (englische Wikipedia), Oberflächenköder und Jerkbaits an Holz und Schatten, Lebender Köderfisch (Shiner), Fliegenfischen mit Poppern und großen Streamern
Köder: Jerkbait, Popper, Propellerköder, Lebender Shiner, Großer Streamer
Tagsüber bei warmem Wasser; Hauptzeit rund um die Laichzeit, wenn die Fische Nester im Flachen bewachen (englische Wikipedia). In Panama ist der Gatun-See ganzjährig befischbar (Faustregel aus Reiseangeboten).
Lebensraum und Nahrung
Heimisch in den Flüssen der drei Guayanas (Marowijne bis Essequibo) in langsam fließenden Abschnitten und an Stromschnellen über Fels (FishBase, deutsche Wikipedia). Eingebürgert in Südflorida (seit 1984, Miami-Dade und Broward), Puerto Rico und Hawaii (englische Wikipedia). Im Gatun-See in Panama lebt seit Ende der 1960er Jahre ein Peacock Bass, der dort "Sargento" heißt: Wikipedia hält ihn für Cichla pleiozona, eine Smithsonian-Studie von 2017 nennt Cichla monoculus, 1969 aus Kolumbien in einen Teich gesetzt und von dort entkommen; der Gatun-Fisch ist also wahrscheinlich nicht C. ocellaris. Braucht warmes Wasser: unter 15,6 °C oder über 18 Promille Salz überlebt die Art nicht (englische Wikipedia). Steht gern im Schatten unter Bäumen, Brücken und an versunkenem Holz.
Fast nur kleine Fische, in Florida auch Tilapia und Oskar, dazu Krebse und Kaulquappen; bei Futtermangel frisst er den eigenen Nachwuchs (FishBase, englische Wikipedia). Jagt am Tag auf Sicht.
Größe und Alter
FishBase: max. 74 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 6,8 kg. In Florida meist 30 bis 36 cm, Lebensdauer 6 bis 10 Jahre (englische Wikipedia). Einen IGFA-Rekord haben wir nicht geprüft.
Schutz und Regeln
Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Mexiko, Belize, Costa Rica, Panama, USA. Angelurlaub-Guide
In der Küche
Weißes, festes, süßliches Fleisch ähnlich Schnapper (englische Wikipedia). In Florida und in den Reiserevieren überwiegt Catch and Release.
Quellen (6)
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