pescaday

Fischart

Nilbuntbarsch

Nilbuntbarsch, englisch Nile tilapia, im Handel Tilapia. Ein hochrückiger Buntbarsch mit gestreifter Schwanzflosse, wichtigster Zuchtfisch seiner Gruppe und in Afrika ein beliebter Fisch für Pose und Teig.

Oreochromis niloticus

Nilbuntbarsch (Oreochromis niloticus) in Seitenansicht

Foto: Magdy A. Saleh, Wikimedia Commons, CC BY 3.0, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
Laicht nur bei Wassertemperaturen über 20 °C, dann mehrmals im Jahr etwa alle 30 Tage (FishBase). Männchen graben Laichgruben im Flachwasser von 0,6 bis 2 m Tiefe, das Weibchen trägt bis zu 200 Eier und die Larven im Maul (FishBase); laut englischer Wikipedia bleiben Eier und Brut 12 Tage im Maul, FishBase nennt für die Eier etwa eine Woche. Geschlechtsreif je nach Temperatur mit 3 bis 6 Monaten (FishBase).
Typische Methode
Posenangeln mit feinem Gerät und kleinem Haken (Faustregel)
Top-Köder
Teig oder Brot
Angeltag auf Nilbuntbarsch planen

So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Oreochromis aureus (englisch Blue tilapia) wird oft verwechselt: ihm fehlen die Streifen auf der Schwanzflosse, die Rückenflosse hat einen roten Rand und laichende Männchen sind bläulich. Viele Zucht- und ausgesetzte Fische sind Kreuzungen und lassen sich äußerlich nicht sicher bestimmen (englische Wikipedia).

So fängst du ihn

Methoden: Posenangeln mit feinem Gerät und kleinem Haken (Faustregel), Grundangeln mit Futterkorb (Feeder) (Faustregel), Fliegenfischen mit kleinen Nymphen (Faustregel), Angeln am Tag, weil die Art vor allem tagsüber frisst (FishBase)

Köder: Teig oder Brot, Mais, Rotwurm oder Made, Kleine Nymphe (Fliege)

Tagsüber in warmem Wasser (Faustregel nach FishBase: frisst vor allem tagsüber, laicht erst über 20 °C). Während der Brutpflege beißen Weibchen nicht, weil sie im Maul brüten (Faustregel).

Lebensraum und Nahrung

Heimisch in den Küstenflüssen Israels, im Nilbecken mit Albert-, Edward- und Tanasee, in Kivu-, Tanganjika- und Turkanasee, Awash und Omo, Baringosee sowie in Westafrika in Senegal, Gambia, Volta, Niger, Benue und Tschadsee (FishBase); fehlt im Maghreb und fast im ganzen südlichen Afrika (englische Wikipedia). Für Aquakultur weltweit eingeführt, oft invasiv (FishBase, englische Wikipedia). Lebt in Flüssen, Bächen, Seen, Teichen, Bewässerungs- und Abwasserkanälen bis 20 m Tiefe (FishBase), vom Meeresspiegel bis 1.830 m Höhe, verträgt Brackwasser, aber nicht dauerhaft Salzwasser (englische Wikipedia). Natürlicher Temperaturbereich 13,5 bis 33 °C (FishBase). Für Angler wichtig etwa in Ägypten, Uganda, Kenia und Äthiopien.

Vor allem Pflanzenfresser: Phytoplankton und Algen, in manchen Beständen auch Wasserpflanzen, dazu Detritus und Insektenlarven, Jungfische fressen vielseitiger (FishBase, englische Wikipedia). Frisst vor allem tagsüber (FishBase).

Größe und Alter

FishBase: max. 60 cm (Standardlänge), höchstes veröffentlichtes Gewicht 4,3 kg, Höchstalter 9 Jahre. Die englische Wikipedia nennt über 5 kg und über 10 Jahre, die deutsche Wikipedia über 4 kg. Männchen werden größer und wachsen schneller als Weibchen (englische Wikipedia).

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: nicht gefährdet (Least Concern, bewertet 2020; FishBase). Die Art gilt außerhalb ihres Heimatgebiets als stark invasiv und kreuzt sich mit anderen Oreochromis-Arten; Südafrika, Malawi und Sambia haben deshalb weiteren Besatz verboten (FishBase). Einzelne Unterarten wie der Baringosee-Bestand sind laut IUCN stark gefährdet (englische Wikipedia). Lizenz und Regeln gelten je Land; vor der Reise bei der Behörde prüfen.
Regeln je Land

Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Angelurlaub-Guide

In der Küche

In Ägypten einer der häufigsten Speisefische (bulti), meist im Ganzen frittiert oder gegrillt (englische Wikipedia). Weltweit ein wichtiger Zuchtfisch, laut FAO 2017 rund 4,13 Millionen Tonnen (deutsche Wikipedia). Gut durchgaren: ungenügend erhitzter Fisch kann den Zwergdarmegel Haplorchis übertragen (deutsche Wikipedia).

Quellen (3)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

Du weißt mehr?

Ergänzungen, Fotos von deinen Fängen oder ein Fehler im Text: schreib uns, wir nennen dich gern als Helfer.

Hinweis schicken