Fischart
Hundshai
Schlanker, grauer Hai mit langer, spitzer Schnauze, englisch Tope oder School shark. Weltweit vom Aussterben bedroht: Hundshaie nur fangen und zurücksetzen.
Galeorhinus galeus

Foto: AshlieJMcivor, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- Lebendgebärend (ovovivipar): Tragzeit etwa 12 Monate, 6 bis 52 Junge je Wurf (FishBase), im Mittel etwa 28 bis 38 (englische Wikipedia), bei der Geburt 30 bis 36 cm (FishBase). Die Weibchen bringen ihre Jungen in geschützten Buchten und Flussmündungen zur Welt, die Jungen bleiben dort in Kinderstuben (englische Wikipedia). Geschlechtsreif mit 8 bis 13 Jahren (Männchen) bzw. 11 bis 18 Jahren (Weibchen) (englische Wikipedia).
- Typische Methode
- Bootsangeln am Grund mit ganzem Köderfisch oder großem Fischfetzen (Faustregel)
- Top-Köder
- Ganze Makrele oder Makrelenhälfte
So erkennst du ihn
- Schlanker, grauer Haikörper mit langer, spitzer Schnauze und großem, halbmondförmigem Maul, Bauch weiß
- Zweite Rückenflosse etwa so groß wie die Afterflosse und direkt darüber; keine Dornen vor den Rückenflossen
- Endlappen der Schwanzflosse mit Kerbe und so lang wie der Rest der Flosse; Jungtiere mit schwarzen Flecken an den Flossen
Verwechslungsgefahr: Der Dornhai hat je einen Dorn vor den Rückenflossen, weiße Flecken und keine Afterflosse (englische Wikipedia, Spiny dogfish). Glatthaie (Mustelus) sind ähnlich gebaut, haben aber flache, pflasterartige Zähne statt kleiner klingenartiger Zähne (Faustregel). Achtung: Der Name "Hundshai" wird regional auch für den Dornhai benutzt (GBIF).
So fängst du ihn
Methoden: Bootsangeln am Grund mit ganzem Köderfisch oder großem Fischfetzen (Faustregel), Driftangeln über Sandbänken und Rinnen (Faustregel), Langes, abriebfestes Vorfach wegen der rauen Haut (Faustregel), Hai im Wasser abhaken oder kurz auf eine nasse Matte legen und rasch zurücksetzen (Faustregel)
Köder: Ganze Makrele oder Makrelenhälfte, Hering, Kalmar (Tintenfisch), Großer Fischfetzen, Ganzer Köderfisch
Hundshaie wandern weit: in Großbritannien markierte Tiere wurden bei den Azoren, den Kanaren und vor Island wiedergefangen (englische Wikipedia). In höheren Breiten ziehen kleine Schulen stark umher (FishBase); im Nordostatlantik eher in der warmen Jahreszeit in Küstennähe (Faustregel).
Lebensraum und Nahrung
Weltweit in kühl- bis warmgemäßigten Meeren (FishBase); im Nordostatlantik und Mittelmeer selten, außerdem im Südwestatlantik von Patagonien bis Südbrasilien, vor Namibia und Südafrika, im Nordostpazifik von British Columbia bis Baja California, vor Chile und Peru, Südaustralien und Neuseeland, bei 10 bis 20 °C (englische Wikipedia). Lebt vor allem bodennah auf Schelf und oberem Hang, von 0 bis 1.100 m, meist 2 bis 471 m Tiefe (FishBase); die deutsche Wikipedia nennt bis 550 m, die englische bis etwa 800 m. Auch im offenen Ozean.
Vor allem Fische, am Grund und im freien Wasser, dazu Krebstiere, Kopffüßer, Würmer und Stachelhäuter (FishBase, deutsche Wikipedia). Frisst, was am häufigsten vorkommt; vor Kalifornien vor allem Sardinen, Plattfische, Drachenköpfe und Kalmare (englische Wikipedia).
Größe und Alter
FishBase: max. 193 cm (Totallänge) bei Männchen, 195,0 cm bei Weibchen, üblich 160 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 44,7 kg, Höchstalter 55 Jahre. Die deutsche Wikipedia nennt ausgewachsen etwa zwei Meter; reife Männchen messen 135 bis 175 cm, Weibchen 150 bis 195 cm (englische Wikipedia).
Schutz und Regeln
Für diese Art haben wir in keiner Landesfischereiverordnung ein Mindestmaß oder eine Schonzeit gefunden. Gewässerordnungen können trotzdem etwas regeln.
Schonzeit und Mindestmaß sind Ländersache und können je Gewässer strenger sein. Alle Regeln je Bundesland, mit Gesetzestext
In der Küche
Nicht empfehlenswert: Das Fleisch ist laut deutscher Wikipedia hoch mit Schadstoffen und Schwermetallen belastet. In Andalusien (cazón) und Griechenland (galéos) traditionell gegessen (englische Wikipedia). Wegen der Gefährdung zurücksetzen.
Quellen (7)
- fishbase.de/summary/Galeorhinus-galeus.html
- en.wikipedia.org/wiki/School_shark
- de.wikipedia.org/wiki/Hundshai
- eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32026R0249
- gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/perma?d=jlr-NNLSH00002ADBNN00000000
- api.gbif.org/v1/species/2418259/vernacularNames
- api.gbif.org/v1/species/5216368/vernacularNames
Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].
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