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Fischart

Gelbflossen-Thun

Gelbflossen-Thun, englisch Yellowfin tuna, auf Hawaii Ahi. Ein schneller Schwarmräuber der warmen Meere mit leuchtend gelben Flösseln, beliebt von North Carolina über den Golf von Mexiko bis San Diego.

Thunnus albacares

Gelbflossen-Thun (Thunnus albacares) in Seitenansicht

Foto: OAR/National Undersea Research Program (NURP), Wikimedia Commons, Public domain, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
In den Tropen das ganze Jahr, in höheren Breiten mit Höhepunkt im Sommer; laicht über die Saison alle paar Tage (FishBase). Geschlechtsreif im Mittel bei 103,3 cm, Spanne 78 bis 158 cm (FishBase).
Typische Methode
Schleppen mit Federködern und kleinen Schleppködern, auf Hawaii seit langem üblich (englische Wikipedia)
Top-Köder
Federköder (Feather)
Angeltag auf Gelbflossen-Thun planen

So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Großaugen-Thun (Thunnus obesus): auf Hawaii ebenfalls Ahi genannt (englische Wikipedia); für ihn gilt in den USA dasselbe Mindestmaß (NOAA Fisheries). Roter Thun: kürzere Brustflossen, Weißer Thun (Albacore): deutlich längere Brustflossen (englische Wikipedia). Achtung: Auf Französisch heißt der Gelbflossen-Thun albacore (englische Wikipedia).

So fängst du ihn

Methoden: Schleppen mit Federködern und kleinen Schleppködern, auf Hawaii seit langem üblich (englische Wikipedia), Anfüttern (Chumming) vom verankerten Boot auf Bänken, wie vor Bermuda entwickelt (englische Wikipedia), Bei Delfinen, Treibgut und verankerten Fischsammlern (FADs) suchen, dort stehen die Thune oft (englische Wikipedia), Popper und Jigs auf Schwärme an der Oberfläche (Faustregel)

Köder: Federköder (Feather), Kleiner Schleppköder mit Rock, Lebende Sardine oder Makrele, Kalmar, Popper oder Metall-Jig

Nachts flacher, am Tag tiefer (englische Wikipedia). In Südkalifornien taucht der Gelbflossen-Thun vor allem in warmen Jahren auf, besonders bei El Niño (englische Wikipedia). Saison an der US-Ostküste und im Golf je Revier bei den Charterbooten erfragen (Faustregel).

Lebensraum und Nahrung

Weltweit in tropischen und subtropischen Meeren, nicht im Mittelmeer; 1 bis 1602 m tief, meist 1 bis 250 m, bei 15 bis 31 °C (FishBase). Hochozeanisch über und unter der Sprungschicht, empfindlich gegen Sauerstoffmangel und deshalb in den Tropen kaum unter 250 m (FishBase). Meist in den oberen 100 m; in einer Studie lagen 90 Prozent der Messungen nachts flacher als 88 m und am Tag flacher als 190 m, Einzeltiere tauchten bis 1592 m (englische Wikipedia). Kommt an Inseln wie Hawaii und Bermuda und bei passendem Wasser auch über den Schelf nah an die Küste (englische Wikipedia).

Fische, Krebstiere und Kalmare (FishBase), etwa Fliegende Fische, Makrelenhechte, Makrelen, Laternenfische, Sardellen und Sardinen; große Tiere fressen Fregattmakrelen und Echte Bonitos (englische Wikipedia).

Größe und Alter

FishBase: max. 239 cm Gabellänge, üblich um 150 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 200 kg, Höchstalter 18 Jahre. Die deutsche Wikipedia nennt bis 240 cm und 200 kg. IGFA-Weltrekord laut englischer Wikipedia: 200,94 kg (443 lb), 2024 vor Cabo San Lucas, Mexiko; der Rekord davor lag bei 193,68 kg (427 lb), 2012 im selben Gebiet. Schwimmt bis 20,8 m/s (englische Wikipedia).

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: nicht gefährdet (Least Concern, bewertet am 15. Januar 2021; FishBase). USA, Atlantik und Golf: HMS Angling Permit oder HMS Charter/Headboat Permit für das Boot (NOAA Fisheries, abgerufen 21.10.2026). Mindestmaß 27 Zoll (etwa 69 cm) gebogene Gabellänge, drei Fische je Person und Tag bzw. Fahrt; kein Behalten, wenn ein Hammerhai oder Weißspitzen-Hochseehai an Bord ist (NOAA Fisheries). Mit Harpune ist im Atlantik nur der frei schwimmende Thun erlaubt (NOAA Fisheries, HMS Angling Permit). Pazifik vor Kalifornien, Oregon und Washington: Charterboote brauchen ein Pacific HMS Permit (NOAA Fisheries). Dazu die Salzwasserlizenz des Bundesstaats (NOAA Fisheries).
Regeln in den USA

Mindestmaß, Fanglimit und Schonzeit legt in den USA jeder Bundesstaat selbst fest. Pescaday listet diese Regeln noch nicht: Prüf sie vor dem Angeln bei der Fischereibehörde des Staates, in dem du angelst. Angelschein USA: Behörde je Bundesstaat

In Deutschland haben wir für diese Art in keiner Landesfischereiverordnung ein Mindestmaß oder eine Schonzeit gefunden.

In der Küche

Sehr begehrt für Sashimi, frisch, gefroren, als Konserve und geräuchert (FishBase). Roh als Sashimi, gegrillt oder kurz scharf angebraten (englische Wikipedia); auf Hawaii die Grundlage für Ahi Poke (deutsche Wikipedia).

Quellen (7)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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