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Fischart

Atlantischer Bonito

Atlantischer Bonito, auch Pelamide, englisch Atlantic bonito: kleiner Verwandter der Thunfische mit schrägen dunklen Streifen auf dem Rücken, der in schnellen Schwärmen Kleinfische jagt und im Mittelmeer ein beliebter Fisch für Schlepp- und Spinnangler ist.

Sarda sarda

Atlantischer Bonito (Sarda sarda) in Seitenansicht

Foto: Habib M'henni, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
Im Mittelmeer und vor Marokko Mai bis Juli (deutsche Wikipedia); vor New York im Juni (englische Wikipedia). Eier und Larven treiben im Freiwasser (FishBase).
Typische Methode
Schleppangeln mit kleinen Federn, Löffeln oder Wobblern (englische Wikipedia: Beifang beim Schleppen auf Thun)
Top-Köder
Metal Jig oder Casting Jig
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So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Der Gestreifte Bonito (Sarda orientalis) trägt fast waagerechte Streifen auf dem Rücken und hat einen längeren Oberkiefer (englische Wikipedia). Der Echte Bonito oder Skipjack (Katsuwonus pelamis) hat die Streifen am Bauch statt am Rücken (englische Wikipedia nennt nur den Namen, Merkmal Faustregel). Dosen mit "Bonito del Norte" enthalten Weißen Thun, keinen Bonito (englische Wikipedia).

So fängst du ihn

Methoden: Schleppangeln mit kleinen Federn, Löffeln oder Wobblern (englische Wikipedia: Beifang beim Schleppen auf Thun), Spinnfischen mit schweren Blinkern und Metal Jigs auf jagende Schwärme, Treibangeln mit Fischfetzen oder Sardine, Uferangeln von Molen und Kaps, wenn Schwärme nahe kommen (Faustregel)

Köder: Metal Jig oder Casting Jig, Löffelblinker, Kleiner Schleppköder (Feder, Oktopus), Sardine oder Fischfetzen, Kleiner Kalmar (Faustregel)

Bonitos ziehen in großen Schwärmen und springen oft aus dem Wasser (englische Wikipedia); im Mittelmeer laichen sie Mai bis Juli (deutsche Wikipedia). Jagende Schwärme und Möwen an der Oberfläche verraten sie, besonders morgens (Faustregel).

Lebensraum und Nahrung

Ostatlantik von Oslo bis Port Elizabeth (Südafrika), dazu Mittelmeer und Schwarzes Meer; Westatlantik von Nova Scotia bis Florida und in den nördlichen Golf von Mexiko, dann von Kolumbien und Venezuela und südlich des Amazonas bis Nordargentinien; im größten Teil der Karibik fehlt er (FishBase, deutsche Wikipedia). Als Sommergast auch in der Nordsee (deutsche Wikipedia). Küstennah im Freiwasser in Schwärmen, geht auch in Flussmündungen; FishBase und die deutsche Wikipedia nennen 80 bis 200 m Tiefe, verträgt 12 bis 27 °C (FishBase).

Raubfisch: kleine Schwarmfische wie Makrelen, Ährenfische und Sandaale, dazu Kalmare und Garnelen; frisst auch eigene Artgenossen und schluckt relativ große Beute (FishBase, englische und deutsche Wikipedia).

Größe und Alter

FishBase: max. 91,4 cm Gabellänge, üblich 50 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 11 kg, Höchstalter 5 Jahre; im Mittel geschlechtsreif bei 37,8 cm. Englische Wikipedia: bis 75 cm und dann 5 bis 6 kg, Weltrekord 8,3 kg (18 lb 4 oz) von den Azoren. Das FishBase-Höchstgewicht liegt damit über dem genannten Rekord; die Quellen widersprechen sich.

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: nicht gefährdet (Least Concern, bewertet 2021; FishBase). Für den Bonito gibt es keine EU-Mindestreferenzgröße im Mittelmeer (Verordnung (EU) 2019/1241, Anhang IX Teil A). Freizeitfänge dürfen im Mittelmeer nicht verkauft werden (Verordnung (EG) Nr. 1967/2006, Art. 17). Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien und Griechenland haben eigene Lizenzen und Regeln: Kroatien und Spanien verlangen eine Lizenz, Italien eine kostenlose Online-Mitteilung, Frankreich im Mittelmeer die kostenlose Registrierung in der EU-App RecFishing (außer beim Angeln zu Fuß vom Ufer), Griechenland laut Küstenwache keine Lizenz (Pescaday-Angelscheinseiten, Stand 13.10.2026). Mindestmaße, Fangmengen und Schonzeiten vor Ort prüfen.
Regeln je Land

Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal. Angelurlaub-Guide

In der Küche

Im Mittelmeer beliebter Speisefisch, Fleisch zwischen Thun und Makrele (englische Wikipedia). Kleine Fische unter etwa 1 kg (palamut) werden oft als Steaks gegrillt, größere (torik) in der Türkei als Lakerda eingelegt; in Algerien und Spanien oft als Escabeche zubereitet (englische Wikipedia). Viele Angler halten ihn wegen des fetteren Fleisches für schlechter als Thun (englische Wikipedia). FishBase verzeichnet Berichte über Ciguatera-Vergiftungen.

Quellen (5)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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