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Fischart

Afrikanischer Raubwels

Afrikanischer Raubwels, englisch African sharptooth catfish. Ein zäher, luftatmender Wels mit acht Barteln, der fast überall in Afrika vorkommt und auch über Land in neue Gewässer kriecht.

Clarias gariepinus

Afrikanischer Raubwels (Clarias gariepinus) in Seitenansicht

Foto: W.A. Djatmiko (Wie146), Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
In der Regenzeit: die Fische wandern in überflutete Ebenen, Flüsse und zeitweise Bäche, laichen meist nachts im Flachwasser und kehren danach zurück (FishBase, englische Wikipedia). Ein Weibchen kann bis zu 60.000 Eier je kg Körpergewicht legen, die Larven schlüpfen bei 25 °C nach etwa 33 Stunden (deutsche Wikipedia, FishBase). Weibchen werden mit 40 bis 45 cm geschlechtsreif, Männchen mit 35 bis 40 cm (FishBase).
Typische Methode
Grundangeln mit Naturköder, besonders nachts (Faustregel, 70 Prozent Nachtfraß laut deutscher Wikipedia)
Top-Köder
Tauwurm
Angeltag auf Afrikanischer Raubwels planen

So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Der Aalraubwels (Clarias anguillaris) ist sehr ähnlich; sicher trennt man beide nur am Schultergürtelknochen (Cleithrum) und an der Zahl der Kiemenrechen, beim Aalraubwels 16 bis 50, beim Afrikanischen Raubwels 24 bis 110 (deutsche Wikipedia). Der Wunduwels (Heterobranchus longifilis) hat eine große Fettflosse hinter der Rückenflosse (FishBase).

So fängst du ihn

Methoden: Grundangeln mit Naturköder, besonders nachts (Faustregel, 70 Prozent Nachtfraß laut deutscher Wikipedia), Posenangeln an flachen, schlammigen Ufern (Faustregel), Spinnfischen mit Gummifisch oder Spinner, er nimmt auch Kunstköder (Faustregel), Fliegenfischen auf Raubwelse, die an der Oberfläche jagen (Faustregel)

Köder: Tauwurm, Hühnerleber, Fischfetzen, Teig- oder Brotköder, Gummifisch

Nachts und in der Dämmerung, weil er vor allem nachts frisst (deutsche Wikipedia). In der Regenzeit sammeln sich die Fische an überfluteten Flächen und Zuflüssen (FishBase); genaue Zeiten je Land beim Veranstalter erfragen (Faustregel).

Lebensraum und Nahrung

Fast ganz Afrika außer Maghreb, Ober- und großen Teilen Niederguineas, der Kapprovinz und wohl auch dem Nogal; in Asien in Jordanien, Israel, Libanon, Syrien und der Südtürkei; weltweit für Aquakultur eingeführt (FishBase). Lebt vor allem in ruhigem Wasser: bewachsene Ufer von Flüssen und Seen, Tümpel, Bewässerungs- und Abwasserkanäle, gern flach und sumpfig mit weichem Schlammgrund, aber auch in schnellen Flüssen; 0 bis 80 m Tiefe und 8 bis 35 °C (FishBase). Atmet zusätzlich Luft, kann nachts über Land kriechen und Trockenzeiten im Schlamm überdauern (FishBase, englische und deutsche Wikipedia). Für Angler wichtig etwa in Südafrika, Botswana, Simbabwe, Sambia, Kenia, Uganda und Ägypten.

Allesfresser am Grund, im Kern aber Räuber: Krebstiere, Insekten und Fische (FishBase), dazu Schnecken, Krabben, Garnelen, Vögel, Reptilien, Amphibien, kleine Säuger, Aas, Früchte und Samen; er hat schon Teichhühner geschluckt (englische Wikipedia). 70 Prozent der Nahrung nimmt er nachts auf, junge Buntbarsche jagen Raubwelse gemeinsam (deutsche Wikipedia).

Größe und Alter

FishBase: max. 170 cm, üblich 90 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 60 kg, Höchstalter 15 Jahre. Die englische Wikipedia nennt erwachsene Fische im Mittel 1 bis 1,5 m lang, die deutsche Wikipedia meist 70 bis 90 cm. Laut englischer Wikipedia gilt er in Afrika als zweitgrößter Wels nach dem Wunduwels, FishBase nennt für ihn aber höhere Höchstwerte.

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: nicht gefährdet (Least Concern, bewertet 2018; FishBase). Außerhalb seines Heimatgebiets gilt er in vielen Ländern als schädliche invasive Art (FishBase, deutsche Wikipedia); in Europa wurde er in Bulgarien, Kroatien, Slowenien und Tschechien nachgewiesen (deutsche Wikipedia). Nie lebend in andere Gewässer bringen (Faustregel). Lizenz und Regeln gelten je Land und Provinz; vor der Reise bei der Behörde prüfen.
Regeln je Land

Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Angelurlaub-Guide

In der Küche

Wohlschmeckendes Fleisch, in Afrika ein sehr empfohlener Speisefisch, frisch oder gefroren, gegrillt, gebraten oder gebacken (FishBase, deutsche Wikipedia). Er wird weltweit in Teichen und Kreislaufanlagen gezüchtet, auch in Europa (deutsche Wikipedia).

Quellen (3)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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