Fischart
Weißer Marlin
Weißer Marlin, englisch White marlin. Der kleinere Marlin des Atlantiks: springfreudig, gern an Canyons und Kanten vor der US-Ostküste, Ocean City in Maryland nennt sich "White Marlin Capital of the World".
Kajikia albida

Foto: Dominic Sherony, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- Wandert zum Laichen in subtropische Gewässer, Höhepunkt im Frühsommer, bei 20 bis 29 °C (FishBase); die deutsche Wikipedia nennt 24 bis 29 °C. Bekannte Laichgebiete: Golf von Mexiko, Mona-Passage, südwestlich von Bermuda und nordwestlich von Grand Bahama; ein Weibchen legt 190.000 bis 586.000 Eier (englische Wikipedia).
- Typische Methode
- Schleppfischen mit Köderfisch und kleinen Schleppködern an Canyons und Kanten
- Top-Köder
- Ballyhoo (Halbschnabelhecht) am Rigg
So erkennst du ihn
- Erste Rückenflosse vorn hoch und abgerundet, dunkelblau mit schwarzen Punkten (englische Wikipedia, FishBase)
- Brustflossen mit abgerundeter, breiter Spitze (englische und deutsche Wikipedia)
- Rücken dunkelblau mit hellen schmalen Binden, Flanken silberweiß und oft bräunlich gewölkt (deutsche Wikipedia, FishBase)
Verwechslungsgefahr: Roundscale Spearfish (Tetrapturus georgii), erst seit 2001 genetisch getrennt: Beim Spearfish ist der After weiter von der Afterflosse entfernt (mehr als die halbe Länge der Afterflosse), die Schuppen sind vorn breit und rund (englische Wikipedia). Für beide gilt in den USA dasselbe Mindestmaß (NOAA Fisheries). Blauer Marlin: größer, erste Rückenflosse spitz und ohne Punkte (deutsche Wikipedia, Blauer Marlin).
So fängst du ihn
Methoden: Schleppfischen mit Köderfisch und kleinen Schleppködern an Canyons und Kanten, Teaser schleppen und auf Köder wechseln, Bait and Switch (Faustregel), Naturköder mit Kreishaken, die sich schneller lösen lassen (englische Wikipedia), Fisch zum Lösen im Wasser lassen, das senkt die Sterblichkeit nach dem Zurücksetzen (englische Wikipedia)
Köder: Ballyhoo (Halbschnabelhecht) am Rigg, Kleiner Schleppköder mit Rock, Kalmar oder Kalmar-Imitat, Fliegender Fisch, Lebende Makrele (Faustregel)
Die Art erreicht höhere Breiten nur in der jeweils warmen Jahreszeit (FishBase), vor der US-Ostküste also im Sommer. Wassertemperaturen unter 22 °C meidet sie (deutsche Wikipedia). Das White Marlin Open in Ocean City, Maryland, findet jedes Jahr statt (englische Wikipedia); genaue Wochen je Revier beim Veranstalter erfragen (Faustregel).
Lebensraum und Nahrung
Atlantik, etwa 45° Nord bis 45° Süd im Südwesten und 35° Süd im Südosten; Funde im Mittelmeer und vor der Bretagne gelten als Irrgäste (FishBase). Hochozeanisch in tiefem blauem Wasser über 100 m Tiefe, meist über der Sprungschicht, 0 bis 150 m, meist 0 bis 100 m, Oberflächentemperatur über 22 °C (FishBase). Nordgrenze etwa Cape Hatteras bis Biskaya; gern an Wassermassengrenzen, Auftriebszonen, Abbruchkanten und über unterseeischen Schluchten (deutsche Wikipedia). Lebt auch im Golf von Mexiko und in der Karibik (englische Wikipedia).
Fische und Kalmare (FishBase), bevorzugt Fliegende Fische, kleine Thunfische, Goldmakrelen und Kalmare; taucht auf der Jagd bis etwa 200 m (englische Wikipedia). Lähmt Beute mit Schlägen des Schwerts (deutsche Wikipedia).
Größe und Alter
FishBase: max. 300 cm, üblich um 210 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 82,5 kg, Geschlechtsreife im Mittel bei 164 cm. Die englische Wikipedia nennt als größten Fisch 2,8 m Unterkiefer-Gabellänge und über 82 kg, Reife bei 153,2 cm (Männchen) und 189,9 cm (Weibchen), Lebensdauer 15 Jahre oder mehr. Die deutsche Wikipedia gibt die Reife ab etwa 1,3 m an. Weibchen werden größer (FishBase).
Schutz und Regeln
Mindestmaß, Fanglimit und Schonzeit legt in den USA jeder Bundesstaat selbst fest. Pescaday listet diese Regeln noch nicht: Prüf sie vor dem Angeln bei der Fischereibehörde des Staates, in dem du angelst. Angelschein USA: Behörde je Bundesstaat
In Deutschland haben wir für diese Art in keiner Landesfischereiverordnung ein Mindestmaß oder eine Schonzeit gefunden.
In der Küche
Das Fleisch gilt als ausgezeichnet und wird frisch und gefroren gehandelt (FishBase). Etwa 90 Prozent des Jahresfangs ist Beifang der Berufsfischerei (englische Wikipedia); Sportangler setzen den Weißen Marlin fast immer zurück, das White Marlin Open setzt auf Markieren und Freilassen (englische Wikipedia).
Quellen (7)
- fishbase.se/summary/Kajikia-albida.html
- en.wikipedia.org/wiki/Atlantic_white_marlin
- de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Marlin
- de.wikipedia.org/wiki/Blauer_Marlin
- fisheries.noaa.gov/permit/atlantic-highly-migratory-species-angling-pe
- fisheries.noaa.gov/atlantic-highly-migratory-species/recreational-atla
- fisheries.noaa.gov/southeast/rules-regulations/fishing-regulations-and
Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].
Du weißt mehr?
Ergänzungen, Fotos von deinen Fängen oder ein Fehler im Text: schreib uns, wir nennen dich gern als Helfer.
Hinweis schicken