pescaday

Fischart

Wunduwels

Wunduwels, englisch Vundu. Der größte reine Süßwasserfisch des südlichen Afrikas: ein nachtaktiver Riesenwels mit langen Barteln und großer Fettflosse, berühmt am Sambesi und Karibasee.

Heterobranchus longifilis

Wunduwels (Heterobranchus longifilis) in Seitenansicht

Foto: Cuvier, G. and A. Valenciennes, Wikimedia Commons, Public domain, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
Die Quellen nennen keine Laichzeit.
Typische Methode
Grundangeln in der Nacht an tiefen Gumpen und Kanten (Faustregel, nach der Nachtaktivität laut FishBase)
Top-Köder
Fischfetzen
Angeltag auf Wunduwels planen

So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Der Afrikanische Raubwels (Clarias gariepinus) lebt oft im selben Gewässer, hat aber keine Fettflosse: seine lange Rückenflosse reicht bis kurz vor den Schwanz (FishBase, deutsche Wikipedia). In Zuchtanlagen werden beide Arten gekreuzt (englische Wikipedia).

So fängst du ihn

Methoden: Grundangeln in der Nacht an tiefen Gumpen und Kanten (Faustregel, nach der Nachtaktivität laut FishBase), Ansitz mit stark riechenden Ködern wie Innereien oder Fischfetzen (Faustregel), Schweres Gerät mit starker Schnur, der Fisch zieht in Hindernisse (Faustregel), Bootsangeln am Karibasee und Sambesi (Faustregel)

Köder: Fischfetzen, Hühnerleber oder Innereien, Ganzer toter Köderfisch, Fleischstück

Nachts, weil der Wunduwels vor allem nachts aktiv ist (FishBase). Eine Saison nennen die Quellen nicht; beste Monate beim Veranstalter erfragen.

Lebensraum und Nahrung

Nil, Kongosystem, oberer und mittlerer Sambesi, dazu Rukwa-, Tanganjika- und Eduardsee sowie der untere Sambesi; in Westafrika Gambia, oberer Senegal, Niger, Benue, Tschadsee, Volta und Küstenflüsse von Guinea bis Nigeria, außerdem Cross, Sanaga (Kamerun) und Ogowe (Gabun) (FishBase). Lebt in großen, tiefen Flüssen im Hauptstrom, in tiefen Gumpen, Seen und Altwassern (FishBase); ein großer Bestand lebt im Karibasee (englische und deutsche Wikipedia). Kann zusätzlich Luft atmen (FishBase) und lange außerhalb des Wassers überleben (englische Wikipedia). Reiseländer für Angler sind vor allem Simbabwe und Sambia (Sambesi, Karibasee).

Nachtaktiver Allesfresser und Räuber: kleine Wunduwelse fressen Wirbellose und Insekten, große Fische und kleine Wirbeltiere; er frisst auch Aas und Schlachtabfälle an Dörfern am Fluss (FishBase). Er sieht schlecht und findet Futter über Geruch und Erschütterungen (englische Wikipedia). Im Nassersee gilt er als Plage, weil er Netze zerstört (deutsche Wikipedia).

Größe und Alter

FishBase: max. 150 cm (Standardlänge), höchstes veröffentlichtes Gewicht 55 kg, wird 12 Jahre und älter; in Westafrika und Niederguinea höchstens 61 cm gemessen. Englische und deutsche Wikipedia nennen dieselben 1,5 m und 55 kg.

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: nicht gefährdet (Least Concern, bewertet 2019; FishBase). Die Art ist selten und lokal zurückgegangen (englische Wikipedia). Lizenz und Regeln gelten je Land und Schutzgebiet, etwa im Sambesi-Tal; vor der Reise beim Veranstalter und der Behörde prüfen.
Regeln je Land

Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Angelurlaub-Guide

In der Küche

Speisefisch von lokaler Bedeutung; in Nigeria in Teichen und Aquakultur gezüchtet (deutsche Wikipedia).

Quellen (4)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

Du weißt mehr?

Ergänzungen, Fotos von deinen Fängen oder ein Fehler im Text: schreib uns, wir nennen dich gern als Helfer.

Hinweis schicken