Fischart
Glattbutt
Ovaler, linksäugiger Plattfisch mit glatten Schuppen, auch Kleist genannt, englisch Brill. Der kleinere Verwandte des Steinbutts jagt am Grund kleine Fische und ist ein geschätzter Beifang von Brandungs- und Bootsanglern.
Scophthalmus rhombus

Foto: Holger Krisp, Wikimedia Commons, CC BY 4.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- Von Frühjahr bis Sommer; die Eier treiben mit Öltropfen im freien Wasser, die Larven schlüpfen nach etwa zwei Wochen (deutsche Wikipedia). Geschlechtsreif werden Männchen ab etwa 25 cm, Weibchen mit etwa 30 bis 40 cm (deutsche Wikipedia); FishBase nennt 37 cm als mittlere Länge bei der ersten Reife (Spanne 33 bis 41 cm).
- Typische Methode
- Brandungsangeln über Sandgrund (Faustregel)
- Top-Köder
- Sandaal oder Tobiasfisch
So erkennst du ihn
- Ovaler Körper, beide Augen auf der linken Seite, Maul oberständig
- Oberseite mit kleinen, glatten Schuppen ohne Knochenhöcker, sandfarben, olivgrün oder dunkelbraun mit hellen und dunklen Flecken
- Rückenflosse beginnt schon vor den Augen, ein Teil der Strahlen ist nicht durch Flossenhaut verbunden und wirkt ausgefranst (englische Wikipedia); Seitenlinie S-förmig
Verwechslungsgefahr: Wird oft mit dem Steinbutt verwechselt, der aber fast kreisrund ist und Knochenhöcker statt glatter Schuppen trägt; beide Arten können Mischlinge bilden (englische und deutsche Wikipedia). Scholle, Flunder, Kliesche und Seezunge tragen die Augen rechts.
So fängst du ihn
Methoden: Brandungsangeln über Sandgrund (Faustregel), Driftangeln vom Boot über Sand- und Kiesgrund (Faustregel), Grundangeln mit Fischfetzen oder Wurm (Faustregel), Langsam geführter kleiner Gummifisch am Grund (Faustregel)
Köder: Sandaal oder Tobiasfisch, Fischfetzen von Hering oder Makrele, Seeringelwurm, Wattwurm, Kleiner Gummifisch
Im Sommer, wenn die Fische in flacherem Wasser über Sand stehen (Faustregel). In der Ostsee vor Schleswig-Holstein gilt vom 1. Juni bis 31. Juli eine Schonzeit (Anlage 1 Nr. 8 KüFVO, siehe Schutz).
Lebensraum und Nahrung
Ostatlantik von 68° N bis Marokko, gemeldet auch von Island, dazu Mittelmeer und Schwarzes Meer (FishBase); in der Ostsee nur im Westen bis Rügen (deutsche Wikipedia). Lebt auf Sand-, Schlick-, Geröll- oder Mischgrund, laut FishBase in 5 bis 50 m Tiefe, laut deutscher Wikipedia in etwa 5 bis 70 m.
Am Boden lebende kleine Fische und größere Krebstiere (FishBase), dazu Weichtiere (deutsche Wikipedia).
Größe und Alter
FishBase: max. 75,0 cm (Totallänge), üblich 30,0 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 8,0 kg, Höchstalter 6 Jahre. Die deutsche Wikipedia nennt bis 70 cm und bis 7 kg; die englische Wikipedia 75 cm und 8 kg, im Mittel aber weniger als die Hälfte davon.
Schutz und Regeln
Für diese Art haben wir in keiner Landesfischereiverordnung ein Mindestmaß oder eine Schonzeit gefunden. Gewässerordnungen können trotzdem etwas regeln.
Schonzeit und Mindestmaß sind Ländersache und können je Gewässer strenger sein. Alle Regeln je Bundesland, mit Gesetzestext
In der Küche
Schmackhafter, wertvoller Speisefisch, der meist als Beifang angelandet wird (deutsche Wikipedia). Das Fleisch ist lockerer und milder als beim Steinbutt (englische Wikipedia); gedämpft, gebraten, gegrillt, gekocht oder gebacken (FishBase).
Quellen (6)
- fishbase.de/summary/Scophthalmus-rhombus.html
- en.wikipedia.org/wiki/Brill_(fish)
- de.wikipedia.org/wiki/Glattbutt
- gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/perma?d=jlr-NNLSH00002ADBNN00000000
- landesrecht-mv.de/bsmv/document/jlr-NNLMV000075CFNN00000000090
- voris.wolterskluwer-online.de/browse/document/9ba895b6-842c-3ba7-8df0-
Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].
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