Fischart
Franzosendorsch
Kleiner, hochrückiger Dorschfisch mit dunklen Querbinden und langer Kinnbartel, englisch Pouting oder Bib. Häufiger Beißer an Wracks, Molen und Steinen, vor allem in der südlichen Nordsee und am Ärmelkanal.
Trisopterus luscus

Foto: Diego Delso, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- Zum Laichen kommen die Fische in Küstennähe in 50 m Tiefe oder weniger (FishBase); südlich der Britischen Inseln und im Mittelmeer im Winter (deutsche Wikipedia). Geschlechtsreif mit 1 bis 2 Jahren (deutsche Wikipedia), mittlere Länge bei der ersten Reife 22,1 cm, Spanne 21 bis 25 cm (FishBase).
- Typische Methode
- Grundangeln an Molen, Buhnen und Steinpackungen (Faustregel)
- Top-Köder
- Seeringelwurm
So erkennst du ihn
- Relativ hoher, kurzer Dorschkörper, hellbraun mit vier oder fünf breiten, undeutlichen dunklen Querbinden an den Seiten
- Gut entwickelte Kinnbartel, Oberkiefer steht vor, große Augen
- Dunkler Fleck am oberen Rand der Brustflossenbasis; drei Rücken- und zwei Afterflossen, vorderste Bauchflossenstrahlen leicht verlängert
Verwechslungsgefahr: Der nah verwandte Zwergdorsch (Trisopterus minutus) bleibt kleiner und trägt keine deutlichen Querbinden. Junge Dorsche sind gefleckt statt gebändert, der Wittling ist schlanker, der Schellfisch hat eine schwarze Seitenlinie (Faustregel).
So fängst du ihn
Methoden: Grundangeln an Molen, Buhnen und Steinpackungen (Faustregel), Bootsangeln über Wracks und Steingrund mit Paternoster (Faustregel), Leichtes Pilken mit Beifänger (Faustregel), Brandungsangeln über gemischtem Grund in der Dämmerung (Faustregel)
Köder: Seeringelwurm, Wattwurm, Fischfetzen, Garnele oder Krabbe, Muschelfleisch
Ganzjährig in Ufernähe, wo kleinere Fische stehen (englische Wikipedia); große Fische eher vom Boot über Wracks und tieferem Grund. Im Winter laichen sie in Küstennähe (deutsche Wikipedia, FishBase).
Lebensraum und Nahrung
Nordostatlantik von Norwegen bis Marokko einschließlich der Britischen Inseln und des Skagerraks, dazu westliches Mittelmeer (FishBase); die deutsche Wikipedia nennt die südliche Nordsee und die Küste bis Westafrika. Lebt über dem Schelf auf Schlamm-, Sand- und Felsgrund, meist in 30 bis 100 m Tiefe (FishBase, deutsche Wikipedia); als größte Tiefe nennt die deutsche Wikipedia 650 m, die englische Wikipedia 300 m. Kleine Fische stehen nah am Ufer, große weiter draußen (englische Wikipedia).
Vor allem Krebstiere vom Grund, dazu kleine Fische, Weichtiere und Borstenwürmer (FishBase, deutsche Wikipedia). Ein Aasfresser, der fast alles nimmt, was er am Grund findet (englische Wikipedia).
Größe und Alter
FishBase: max. 46,0 cm (Totallänge), üblich 30,0 cm, Höchstalter 4 Jahre. Die englische Wikipedia nennt selten über 30 cm, seltene Fische fast doppelt so lang, und 4 Jahre als durchschnittliche Lebensdauer; nach dem ersten Jahr etwa 15 cm.
Schutz und Regeln
Für diese Art haben wir in keiner Landesfischereiverordnung ein Mindestmaß oder eine Schonzeit gefunden. Gewässerordnungen können trotzdem etwas regeln.
Schonzeit und Mindestmaß sind Ländersache und können je Gewässer strenger sein. Alle Regeln je Bundesland, mit Gesetzestext
In der Küche
Schmackhafter Speisefisch, wenn er spätestens am Tag nach dem Fang gegessen wird; in Frankreich sehr geschätzt (deutsche Wikipedia). Heute auch als ganzer Fisch und in Fischstäbchen im Handel (englische Wikipedia). Am besten gleich ausnehmen und kühlen (Faustregel).
Quellen (4)
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