Fischart
Bastardmakrele
Bastardmakrele, auch Stöcker oder Holzmakrele, englisch Atlantic horse mackerel: schlanker Schwarmfisch mit einer Reihe knöcherner Schilde entlang der Seitenlinie, Speisefisch im Süden und häufig genutzter Köderfisch (FishBase).
Trachurus trachurus

Foto: jujurenoult, Wikimedia Commons, CC BY 4.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- Laicht in Portionen, bis zu 140.000 Eier je Weibchen, Larven beim Schlupf 5 mm (FishBase, englische Wikipedia). Der Weststock laicht im zeitigen Frühjahr zwischen Biskaya und Irland, der Nordseebestand im Sommer in der südlichen Nordsee (FishBase); vor Irland Juni bis August mit Höhepunkt im Juli, vor Mauretanien November bis Januar (englische Wikipedia). Für das Mittelmeer nennen die Quellen keine Laichzeit. Geschlechtsreif mit 25 cm und 3 bis 4 Jahren (deutsche Wikipedia), FishBase: im Mittel bei 22,9 cm.
- Typische Methode
- Paternoster mit kleinen Federn oder Glitzerhaken von Molen und vom Boot
- Top-Köder
- Vorfach mit kleinen Federn oder Glitzerhaken
So erkennst du ihn
- Gebogene Reihe von 33 bis 40 Knochenschilden entlang der Seitenlinie, die Schilde größer als der Augendurchmesser (englische und deutsche Wikipedia)
- Deutlicher schwarzer Fleck am Kiemendeckel
- Rücken blaugrün bis dunkelblau, Flanken silbern, erste Rückenflosse hoch (FishBase)
Verwechslungsgefahr: Die Mittelmeer-Bastardmakrele (Trachurus mediterraneus) ist sehr ähnlich, hat aber viel kleinere Schuppen entlang der Seitenlinie (deutsche Wikipedia); Jungfische ziehen oft gemischt mit ihr und mit Trachurus picturatus (englische Wikipedia). Die Makrele (Scomber) hat keine Knochenschilde, dafür kleine Flössel hinter Rücken- und Afterflosse (Faustregel).
So fängst du ihn
Methoden: Paternoster mit kleinen Federn oder Glitzerhaken von Molen und vom Boot, Leichtes Spinnfischen mit kleinen Blinkern, Posenangeln mit Fischfetzen im Hafen, Nachtangeln unter Hafenlicht (Faustregel; Berufsfischer locken sie mit Licht, englische Wikipedia)
Köder: Vorfach mit kleinen Federn oder Glitzerhaken, Kleiner Blinker, Fischfetzen, Garnele, Kleiner Gummiköder (Faustregel)
Im Sommer küstennah über Sandgrund, im Winter weiter draußen und tiefer (deutsche Wikipedia). Abends und nachts unter Hafenlicht (Faustregel).
Lebensraum und Nahrung
Ostatlantik von Norwegen bis zum Kap der Guten Hoffnung und weiter bis Südmosambik, dazu Ostsee, Nordsee, Mittelmeer und Schwarzes Meer (FishBase). Zählt man den Kap-Stöcker (Trachurus capensis) als eigene Art, lebt die Bastardmakrele nur im Nordostatlantik (englische Wikipedia). Im Freiwasser über Sandgrund, 0 bis 1050 m tief, meist 100 bis 200 m (FishBase); im Sommer küstennah über Sand, im Winter weiter draußen bis 500 m (deutsche Wikipedia). Wandert im Sommer nach Norden und kehrt bei sinkender Wassertemperatur zurück (englische Wikipedia).
Ruderfußkrebse, Garnelen, kleine Fische und Kalmare (englische Wikipedia); in der Ägäis vor allem Ruderfußkrebse, Leucht- und Schwebgarnelen, bei Fischen über 16,9 cm vor allem Fischlarven und Fische (englische Wikipedia). Die deutsche Wikipedia nennt Heringe und Sprotten. Jungfische leben oft unter Quallen und fressen auch von deren Tentakeln (deutsche Wikipedia).
Größe und Alter
FishBase: max. 70 cm Totallänge, üblich 22 cm Gabellänge, höchstes veröffentlichtes Gewicht 2,0 kg. Englische Wikipedia: max. 60 cm Gabellänge, meist um 25 cm, bis 1,5 kg; Höchstalter in Südafrika 24 Jahre, im Nordostatlantik 40 Jahre. Deutsche Wikipedia: 40 bis 70 cm, meist gut 20 cm.
Schutz und Regeln
Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal. Angelurlaub-Guide
In der Küche
Frisch, gefroren, gesalzen und getrocknet, geräuchert oder als Konserve; gebraten, gegrillt oder gebacken; angenehmer Geschmack, öliges, zartes Fleisch mit Omega-3-Fettsäuren (englische Wikipedia). Auf der Iberischen Halbinsel oft als Escabeche, wichtige Zutat der sizilianischen Küche, als Aji für Sushi nach Japan exportiert (englische Wikipedia). Aus der Nordsee wird sie vor allem zu Fischmehl verarbeitet (deutsche Wikipedia).
Quellen (5)
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