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Fischart

Zahnbrasse

Zahnbrasse, englisch Common dentex: der Räuber unter den Meerbrassen, mit großen Fangzähnen vorn in beiden Kiefern; ein begehrter Fisch für Bootsangler über felsigem Grund im Mittelmeer.

Dentex dentex

Zahnbrasse (Dentex dentex) in Seitenansicht

Foto: Diego Delso, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
Im Mittelmeer März bis Mai in Küstennähe (FishBase, deutsche Wikipedia). Die sonst einzeln lebenden großen Fische stehen dann zwei bis drei Wochen in Gruppen im wärmeren Wasser nahe der Oberfläche (englische Wikipedia). Getrenntgeschlechtlich, junge Tiere teils zwittrig; laut einer Studie vor Mallorca geschlechtsreif mit 2 bis 4 Jahren (englische Wikipedia).
Typische Methode
Langsames Schleppen mit lebendem Kalmar oder Köderfisch über Felsgrund
Top-Köder
Lebender Kalmar oder Sepia
Angeltag auf Zahnbrasse planen

So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Rosa gefärbte junge Zahnbrassen lassen sich mit der Rotbrasse verwechseln. Die Rotbrasse hat vorn spitze Zähne, dahinter aber Mahlzähne, eine gerade Kopflinie und kleine blaue Punkte auf dem oberen Rücken (englische Wikipedia). Die Zahnbrasse ist eine von elf Arten der Gattung Dentex (deutsche Wikipedia).

So fängst du ihn

Methoden: Langsames Schleppen mit lebendem Kalmar oder Köderfisch über Felsgrund, Vertikalangeln und Jiggen an Riffkanten, Grundangeln vom Boot mit totem Köderfisch, Spinnfischen mit tieflaufenden Wobblern an Felsküsten (Faustregel)

Köder: Lebender Kalmar oder Sepia, Lebender Köderfisch wie Bastardmakrele, Tintenfischstreifen, Jig oder Pilker, Tieflaufender Wobbler (Faustregel)

Im Frühjahr zur Laichzeit (März bis Mai) stehen die großen Fische für einige Wochen in Gruppen nahe der Küste (FishBase, englische Wikipedia). Sonst über Fels in 15 bis 50 m Tiefe suchen (FishBase); Morgen- und Abenddämmerung gelten als beste Zeit (Faustregel).

Lebensraum und Nahrung

Ostatlantik von den Britischen Inseln bis Kap Blanc in Mauretanien, ausnahmsweise bis Senegal, dazu Kanaren und Madeira; im Mittelmeer vor allem südlich von 40° N häufig, etwa vor Spanien und Nordafrika (FishBase). Laut englischer Wikipedia im ganzen Mittelmeer und bis ins westliche Schwarze Meer, vor den Britischen Inseln selten. Über Fels und Geröll, 0 bis 200 m tief, meist 15 bis 50 m (FishBase). In Meeresschutzgebieten deutlich häufiger als außerhalb (englische Wikipedia).

Aktiver Räuber: Fische, Weichtiere und Kopffüßer wie Kalmare und Sepien (FishBase, englische und deutsche Wikipedia).

Größe und Alter

FishBase: max. 100 cm Totallänge, üblich 50 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 14,3 kg; im Mittel geschlechtsreif bei 34,6 cm. FishBase nennt außerdem den Bericht eines Speerfischers über einen etwa 1,60 m langen und 42 kg schweren Fisch aus Korfu, dessen Bestimmung sich nicht überprüfen lässt. Deutsche Wikipedia: bis 1 m und 14 kg. Ein Höchstalter nennen die Quellen nicht.

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: gefährdet (Vulnerable, bewertet 2009; FishBase). Laut dieser Bewertung ging der Bestand in drei Generationen (36 Jahre) bis 2009 um mehr als 30 Prozent zurück; die Fänge im Mittelmeer sanken um 37 Prozent, vor Westafrika um 70 Prozent (englische Wikipedia). Für die Zahnbrasse gibt es keine EU-Mindestreferenzgröße im Mittelmeer (Verordnung (EU) 2019/1241, Anhang IX Teil A). Große Laichfische zurückzusetzen schont den Bestand (Faustregel). Freizeitfänge dürfen im Mittelmeer nicht verkauft werden (Verordnung (EG) Nr. 1967/2006, Art. 17). Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien und Griechenland haben eigene Lizenzen und Regeln: Kroatien und Spanien verlangen eine Lizenz, Italien eine kostenlose Online-Mitteilung, Frankreich im Mittelmeer die kostenlose Registrierung in der EU-App RecFishing (außer beim Angeln zu Fuß vom Ufer), Griechenland laut Küstenwache keine Lizenz (Pescaday-Angelscheinseiten, Stand 13.10.2026). Mindestmaße, Fangmengen und Schonzeiten vor Ort prüfen.
Regeln je Land

Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal. Angelurlaub-Guide

In der Küche

Hochgeschätzter, teurer Speisefisch, frisch oder gefroren im Handel (FishBase, englische Wikipedia). Spanien sowie Bosnien und Herzegowina melden Zucht in Aquakultur an die FAO (englische Wikipedia).

Quellen (5)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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