Fischart
Snook
Gewöhnlicher Snook, in Lateinamerika Róbalo. Der Zander der Mangroven: ein schlanker Räuber mit schwarzer Seitenlinie, der an Mangrovenwurzeln, Brücken und Flussmündungen von Florida bis Brasilien lauert.
Centropomus undecimalis

Foto: jose_colorado-dapa, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- Laut FishBase sammeln sich reife Fische von Mai bis September an Pässen und Flussmündungen; die englische Wikipedia nennt April bis Oktober mit Höhepunkt Juli und August, in salzreichem küstennahem Wasser. Der Snook ist ein protandrischer Zwitter: erst Männchen, später Weibchen (englische Wikipedia).
- Typische Methode
- Spinnfischen an Mangrovenkanten und Brückenpfeilern
- Top-Köder
- Lebende Meeräsche oder Pilchard
So erkennst du ihn
- Deutliche schwarze Seitenlinie, die bis in die Schwanzflosse reicht
- Konkave Stirn, Unterkiefer länger als der Oberkiefer
- Zwei getrennte Rückenflossen, Bauch- und Schwanzflosse zur Laichzeit oft gelb
Verwechslungsgefahr: In Belize und Mexiko leben weitere Snook-Arten (Centropomus parallelus, C. pectinatus, C. ensiferus, C. poeyi), die kleiner bleiben; die Gattung hat 13 Arten (deutsche Wikipedia). Der Gewöhnliche Snook ist mit bis zu 140 cm die größte Art (FishBase). Ein sicheres Artmerkmal nennen unsere Quellen nicht; im Zweifel beim Guide fragen.
So fängst du ihn
Methoden: Spinnfischen an Mangrovenkanten und Brückenpfeilern, Nachtangeln an beleuchteten Stegen (Faustregel), Lebender Köderfisch an der Pose, Fliegenfischen mit Streamern im Flachen
Köder: Lebende Meeräsche oder Pilchard, Garnele, Gummifisch am Jigkopf, Flacher Wobbler, Oberflächenköder
Rund um die Laichzeit im Sommer stehen die Fische an Pässen und Flussmündungen (FishBase). Nach Kälteeinbrüchen ziehen sie in wärmere Kanäle und Flüsse; in Florida sind die Fangzeiten wegen der Laichzeit und des Winters regional geschlossen (siehe Regeln).
Lebensraum und Nahrung
Westatlantik von Südflorida und dem Golf von Mexiko über die Antillen und die Karibikküste Mittel- und Südamerikas bis Rio de Janeiro (FishBase). Küstengewässer, Ästuare und Lagunen bis etwa 20 m Tiefe, auch Mangroven; zieht regelmäßig ins Süßwasser (FishBase). Sehr kälteempfindlich: stellt bei 14,2 °C das Fressen ein und stirbt bei 12,5 °C; der Kälteeinbruch im Januar 2010 ließ den Bestand in Südwestflorida um etwa 42 Prozent einbrechen (englische Wikipedia).
Vor allem kleinere Fische (Grundeln, Mojarras, Sardellen) und Krebstiere wie Garnelen und Krabben; große Snooks fressen gelegentlich Jungtiere der eigenen Art (FishBase, englische Wikipedia).
Größe und Alter
FishBase: max. 140 cm, üblich um 50 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 24,3 kg, Höchstalter 7 Jahre. IGFA-Weltrekord laut englischer Wikipedia: 24,32 kg (53 lb 10 oz) aus Parismina, Costa Rica.
Schutz und Regeln
Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Mexiko, Belize, Costa Rica, Panama, USA. Angelurlaub-Guide
In der Küche
Hervorragender Speisefisch, wird kommerziell gefangen (FishBase, englische Wikipedia). Die Haut vor dem Garen entfernen, sie schmeckt seifig (englische Wikipedia). In Florida gelten Entnahmefenster und Schonzeiten.
Quellen (6)
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