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Fischart

Mittelmeer-Muräne

Mittelmeer-Muräne, englisch Mediterranean moray: schlangenförmiger, nachtaktiver Räuber der Felsküsten mit langen spitzen Zähnen, der tagsüber in Spalten lauert; beim nächtlichen Grundangeln ein Beifang, der Vorsicht verlangt.

Muraena helena

Mittelmeer-Muräne (Muraena helena) in Seitenansicht

Foto: Diego Delso, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
Im Sommer (deutsche Wikipedia; in der Adria nach der Reife in den warmen Monaten, englische Wikipedia). Zum Laichen zieht sie in tieferes Wasser vor der Küste (FishBase), laut deutscher Wikipedia tiefer als 600 m. Rund 60.000 Eier (englische Wikipedia); die Larven treiben bis zu 2 Jahre im Plankton (deutsche Wikipedia). Geschlechtsreif mit 3 bis 10 Jahren bei etwa 80 cm (deutsche Wikipedia), FishBase: im Mittel bei 75,5 cm.
Typische Methode
Nächtliches Grundangeln an Felsküsten und Molen mit Fischköder
Top-Köder
Sardine
Angeltag auf Mittelmeer-Muräne planen

So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Der Meeraal (Conger) hat Brustflossen und ist ungefleckt grau (Faustregel). Andere Muränen kommen im Mittelmeer kaum vor; die Mittelmeer-Muräne gilt als anpassungsfähigste Art der Felsküste (deutsche Wikipedia).

So fängst du ihn

Methoden: Nächtliches Grundangeln an Felsküsten und Molen mit Fischköder, Bootsangeln über Felsgrund mit Fischfetzen, Starkes Vorfach, das den Zähnen standhält (Faustregel), Haken mit langer Lösezange lösen, nie mit der Hand ans Maul (Faustregel)

Köder: Sardine, Fischfetzen, Tintenfisch oder Krake, Toter Köderfisch

Nachtaktiv, geht ab der Dämmerung auf Jagd (FishBase, deutsche Wikipedia). Abends und nachts an Felsküsten mit vielen Spalten (Faustregel).

Lebensraum und Nahrung

Ostatlantik von den Britischen Inseln bis Senegal und im Mittelmeer (FishBase), dazu Kanaren, Azoren, Madeira und Kapverden (englische und deutsche Wikipedia). Felsgrund mit Spalten, Höhlen und Überhängen, 1 bis 801 m tief, meist 100 bis 300 m (FishBase); die deutsche Wikipedia nennt Flachwasser von wenigen Metern bis 100 bis 300 m. Einzelgänger mit Revier und mehreren Unterschlüpfen (englische und deutsche Wikipedia).

Vor allem Bodenfische, dazu Kopffüßer und Krebstiere, auch Aas (FishBase, englische und deutsche Wikipedia). Jagt nachts vor allem mit dem Geruchssinn; um Beute aus Spalten zu ziehen oder Stücke abzureißen, verknotet sie den eigenen Körper als Widerlager (deutsche Wikipedia). Vor Sardinien jagt sie gemeinsam mit dem Braunen Zackenbarsch (englische und deutsche Wikipedia).

Größe und Alter

FishBase: max. 150 cm Totallänge, üblich 80 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 6,5 kg, Höchstalter 38 Jahre; dieselben Werte nennt die deutsche Wikipedia, als übliches Alter 12 bis 15 Jahre. Die englische Wikipedia nennt über 15 kg; das widerspricht den 6,5 kg bei FishBase.

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: nicht gefährdet (Least Concern, bewertet 2011; FishBase); die deutsche Wikipedia nennt eine IUCN-Angabe von 2017 mit derselben Einstufung. Keine EU-Mindestreferenzgröße im Mittelmeer (Verordnung (EU) 2019/1241, Anhang IX Teil A). Vorsicht: Der Biss ist nicht giftig, kann aber durch Bakterien aus Speichel und Hautschleim Infektionen auslösen (deutsche Wikipedia); FishBase stuft die Art als verletzungsgefährlich ein. Freizeitfänge dürfen im Mittelmeer nicht verkauft werden (Verordnung (EG) Nr. 1967/2006, Art. 17). Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien und Griechenland haben eigene Lizenzen und Regeln: Kroatien und Spanien verlangen eine Lizenz, Italien eine kostenlose Online-Mitteilung, Frankreich im Mittelmeer die kostenlose Registrierung in der EU-App RecFishing (außer beim Angeln zu Fuß vom Ufer), Griechenland laut Küstenwache keine Lizenz (Pescaday-Angelscheinseiten, Stand 13.10.2026). Mindestmaße, Fangmengen und Schonzeiten vor Ort prüfen.
Regeln je Land

Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal. Angelurlaub-Guide

In der Küche

Im antiken Rom sehr beliebt, heute ein eher unbedeutender Speisefisch; gekocht, gebraten oder gebacken (deutsche Wikipedia, FishBase). Das Blut enthält wie bei allen Aalartigen giftige Eiweiße, deshalb muss das Fleisch auf mindestens 75 °C erhitzt werden; es kann Schadstoffe wie Organochlorpestizide anreichern (deutsche Wikipedia). Die Haut lässt sich zu Leder verarbeiten (FishBase).

Quellen (5)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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