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Fischart

Goldbrasse

Goldbrasse, im Handel meist Dorade, englisch Gilthead seabream: die bekannteste Meerbrasse des Mittelmeers, mit goldenem Band zwischen den Augen und kräftigen Mahlzähnen, mit denen sie Muscheln und Krebse knackt.

Sparus aurata

Goldbrasse (Sparus aurata) in Seitenansicht

Foto: Jessy138, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
Meist Oktober bis Dezember, in mehreren Schüben über die ganze Zeit (FishBase). Die Goldbrasse wechselt das Geschlecht: Sie wird im ersten oder zweiten Jahr als Männchen geschlechtsreif und wird nach dem zweiten oder dritten Jahr zum Weibchen (FishBase).
Typische Methode
Grundangeln vom Ufer, von Molen und Felsen mit Naturköder
Top-Köder
Miesmuschelfleisch
Angeltag auf Goldbrasse planen

So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Geißbrassen (Diplodus) tragen einen schwarzen Fleck an der Schwanzwurzel oder dunkle Querbinden, das goldene Stirnband fehlt ihnen. Der Name "Goldbrasse" oder "Gilthead" wird in der Literatur mit der Pazifikart Pagrus auratus verwechselt; Meldungen aus Neuseeland betreffen diese Art (FishBase).

So fängst du ihn

Methoden: Grundangeln vom Ufer, von Molen und Felsen mit Naturköder, Brandungsangeln am Sandstrand, Leichtes Bootsangeln über Sand und Seegras, Angeln in Lagunen und Hafeneinfahrten (Faustregel)

Köder: Miesmuschelfleisch, Krabben und kleine Krebse, Meeresringelwurm, Garnele, Tintenfischstreifen (Faustregel)

Im Frühjahr ziehen Goldbrassen in Lagunen und Flussmündungen, im Spätherbst laichen sie (FishBase). Sie sind tagaktiv, in stark befischten Gebieten verlagert sich die Aktivität in die Nacht (deutsche Wikipedia). Nach Sturm, wenn die Brandung Muscheln freispült, gilt die Küste als besonders fängig (Faustregel).

Lebensraum und Nahrung

Ostatlantik von den Britischen Inseln über die Straße von Gibraltar bis Kap Verde und rund um die Kanaren, dazu das ganze Mittelmeer; auch aus dem Schwarzen Meer gemeldet (FishBase). Über Sand, in Seegraswiesen und in der Brandungszone, meist 1 bis 30 m tief, erwachsene Fische bis 150 m (FishBase). Im Frühjahr oft in brackigen Küstenlagunen und Flussmündungen (FishBase). Die deutsche Wikipedia nennt 5 bis 150 m und auch Riffe und Felsküsten. Meist einzeln oder in kleinen Gruppen und standorttreu (FishBase).

Vor allem Muscheln wie Mies- und Austernmuscheln, dazu Schnecken und Krebse wie Strandkrabben; daneben Kalmare, Sepien, kleine Fische wie Ährenfische, Sardinen und Sardellen und etwas Pflanzenkost (FishBase, englische und deutsche Wikipedia). Die harten Schalen knackt sie mit den Mahlzähnen.

Größe und Alter

FishBase: max. 70 cm Totallänge, üblich 35 cm Standardlänge, höchstes veröffentlichtes Gewicht 17,2 kg, Höchstalter 14 Jahre; im Mittel geschlechtsreif bei 36,5 cm. Laut deutscher Wikipedia meist 25 bis 35 cm und bis 2,5 kg schwer.

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: nicht gefährdet (Least Concern, bewertet 2009; FishBase). EU-Mindestreferenzgröße im Mittelmeer für die Berufsfischerei: 20 cm (Verordnung (EU) 2019/1241, Anhang IX Teil A; sie hat 2019 Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 1967/2006 ersetzt); für Freizeitangler gilt sie laut Art. 2 Abs. 2 nicht automatisch. Freizeitfänge dürfen im Mittelmeer nicht verkauft werden (Verordnung (EG) Nr. 1967/2006, Art. 17). Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien und Griechenland haben eigene Lizenzen und Regeln: Kroatien und Spanien verlangen eine Lizenz, Italien eine kostenlose Online-Mitteilung, Frankreich im Mittelmeer die kostenlose Registrierung in der EU-App RecFishing (außer beim Angeln zu Fuß vom Ufer), Griechenland laut Küstenwache keine Lizenz (Pescaday-Angelscheinseiten, Stand 13.10.2026). Mindestmaße, Fangmengen und Schonzeiten vor Ort prüfen.
Regeln je Land

Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal. Angelurlaub-Guide

In der Küche

Gilt als die geschätzteste Meerbrasse der Küche: mildes, süßliches, weißes Fleisch, das in kleine Flocken zerfällt (englische Wikipedia); gegrillt, gebraten, gebacken, gedünstet oder roh (deutsche Wikipedia). Die meisten Doraden im Handel stammen aus Aquakultur, 2010 rund 140.000 Tonnen gegenüber 6.100 bis 9.600 Tonnen Wildfang je Jahr in 2000 bis 2009 (englische Wikipedia). Größte Erzeuger sind laut englischer Wikipedia die Türkei vor Griechenland, laut deutscher Wikipedia Griechenland und Kroatien.

Quellen (6)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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