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Fischart

Brauner Zackenbarsch

Brauner Zackenbarsch, englisch Dusky grouper: massiger, dunkelbrauner Felsbewohner mit heller Marmorierung und goldgelbem Bauch, der bis 60 Jahre alt werden kann (FishBase) und dessen Bestände stark geschrumpft sind.

Epinephelus marginatus

Brauner Zackenbarsch (Epinephelus marginatus) in Seitenansicht

Foto: Diego Delso, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht

Laichzeit
Im Mittelmeer Juni bis September in kleinen Laichansammlungen von einigen Dutzend Fischen an festen Plätzen, etwa bei den Medes-Inseln (Spanien), vor Lampedusa (Italien) und im Nationalpark Port-Cros (Frankreich); vor Brasilien November bis Dezember (englische Wikipedia). FishBase nennt Sommer, die deutsche Wikipedia März bis Juni für den Nordostatlantik. Zwitter: zuerst Weibchen, mit etwa 5 Jahren geschlechtsreif, Wechsel zum Männchen meist mit 9 bis 16 Jahren bei 80 bis 90 cm (englische Wikipedia, FishBase).
Typische Methode
Grundangeln vom Boot über Felsgrund mit lebendem Köder
Top-Köder
Lebender Kalmar oder Krake
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So erkennst du ihn

Verwechslungsgefahr: Die Gattung ist im Wandel: Eine Revision von 2018 stellt die Art als Mycteroperca marginata in eine andere Gattung (deutsche Wikipedia), FishBase führt sie weiter als Epinephelus marginatus. Im Mittelmeer leben weitere Zackenbarsch-Arten; für alle Epinephelus-Arten gilt dieselbe EU-Mindestreferenzgröße (Verordnung (EU) 2019/1241, Anhang IX Teil A).

So fängst du ihn

Methoden: Grundangeln vom Boot über Felsgrund mit lebendem Köder, Vertikalangeln mit Jig an Riffkanten, Langsames Schleppen dicht über Felsen, Schonender Drill und schnelles Zurücksetzen (Faustregel)

Köder: Lebender Kalmar oder Krake, Lebender Köderfisch, Krabben, Großer Jig (Faustregel)

Beißt bereitwillig (FishBase). Im Sommer zur Laichzeit (Juni bis September) stehen die Fische an festen Laichplätzen (englische Wikipedia); in dieser Zeit und dort besser nicht gezielt befischen (Faustregel).

Lebensraum und Nahrung

Ganzes Mittelmeer und Ostatlantik von der südlichen Biskaya bis zur Südspitze Afrikas, weiter bis Südmosambik und Südmadagaskar; dazu Südostbrasilien, Uruguay und Argentinien; Irrgäste bis zu den Britischen Inseln und in die Normandie (FishBase). Laut englischer Wikipedia im Ostatlantik sonst nicht nördlich von Portugal. Felsriffe von 8 bis 300 m Tiefe, meist bis 50 m (FishBase), oft nahe Posidonia-Seegraswiesen (englische Wikipedia). Erwachsene sind standorttreue Einzelgänger mit Revier, Jungfische leben näher an der Küste bis in Felstümpel (FishBase). In Schutzgebieten stehen auch große Fische im Flachwasser (englische Wikipedia).

Vor allem Krabben und Kraken, dazu Weichtiere und andere Krebstiere; je größer der Fisch, desto mehr Fische frisst er, meist Rifffische (FishBase, englische Wikipedia). Vor Sardinien wurde gemeinsame Jagd mit der Mittelmeer-Muräne beobachtet (deutsche Wikipedia).

Größe und Alter

FishBase: max. 150 cm Totallänge, höchstes veröffentlichtes Gewicht 60 kg, Höchstalter 60 Jahre; im Mittel geschlechtsreif bei 49,2 cm. Englische Wikipedia: bis 150 cm Standardlänge, meist 90 cm, bis 50 Jahre. Deutsche Wikipedia: meist unter 1 m, im Schnitt 12 kg, bis 50 Jahre. Beim Höchstalter weichen die Quellen ab.

Schutz und Regeln

Schutzstatus: IUCN: gefährdet (Vulnerable; IUCN-Datensatz über GBIF, dort als Mycteroperca marginata, Jahr nicht angegeben); auch die englische Wikipedia nennt Vulnerable, die deutsche Wikipedia stark gefährdet (Endangered), FishBase zeigt keinen Status. Die Fänge sanken in sieben Ländern von 1990 bis 2001 um 88 Prozent (englische Wikipedia). Frankreich hat das Speerfischen auf die Art für 10 Jahre verboten, mehrere Meeresschutzgebiete schützen ihren Lebensraum (englische Wikipedia). EU-Mindestreferenzgröße im Mittelmeer für die Berufsfischerei: 45 cm für Zackenbarsche (Epinephelus spp., Verordnung (EU) 2019/1241, Anhang IX Teil A); für Freizeitangler gilt sie laut Art. 2 Abs. 2 nicht automatisch. Freizeitfänge dürfen im Mittelmeer nicht verkauft werden (Verordnung (EG) Nr. 1967/2006, Art. 17). Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien und Griechenland haben eigene Lizenzen und Regeln: Kroatien und Spanien verlangen eine Lizenz, Italien eine kostenlose Online-Mitteilung, Frankreich im Mittelmeer die kostenlose Registrierung in der EU-App RecFishing (außer beim Angeln zu Fuß vom Ufer), Griechenland laut Küstenwache keine Lizenz (Pescaday-Angelscheinseiten, Stand 13.10.2026). Mindestmaße, Fangmengen und Schonzeiten vor Ort prüfen.
Regeln je Land

Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal. Angelurlaub-Guide

In der Küche

Gilt in manchen Ländern als Delikatesse; in Spanien sagt man "De la mar el mero y de la tierra el carnero", vom Meer der Zackenbarsch, vom Land das Lamm (englische Wikipedia). Wegen der geschrumpften Bestände ist Zurücksetzen die bessere Wahl (Faustregel).

Quellen (6)

Stand 2026-10-22. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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