Fischart
Schwarzmundgrundel
Eingeschleppte Grundel aus dem Schwarzmeerraum, die sich in Rhein, Donau, Elbe und an der Ostsee massenhaft ausgebreitet hat und vielerorts als Erste am Köder ist.
Neogobius melanostomus

Foto: Viridiflavus, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- April bis September, Weibchen laichen mehrfach; das Männchen bewacht das Gelege unter Steinen (Wikipedia; allgemein, regional verschieden)
- Rote Liste DE
- nicht bewertet
- Typische Methode
- Grundangeln mit kleinem Haken
- Top-Köder
- Rotwurm
So erkennst du ihn
- Rundlicher, langgestreckter Körper, bräunlich gemustert, Unterseite weiß; Glubschaugen oben am Kopf
- Zwei Rückenflossen, auf der vorderen ein auffälliger schwarzer Augenfleck
- Bauchflossen zu einer Saugscheibe verwachsen; Männchen in der Laichzeit fast schwarz
Verwechslungsgefahr: Ähnelt anderen eingewanderten Grundeln wie Kessler- oder Flussgrundel; typisch für die Schwarzmundgrundel ist der große schwarze Fleck hinten auf der vorderen Rückenflosse (FishBase).
So fängst du ihn
Methoden: Grundangeln mit kleinem Haken, Posenangeln in Grundnähe, Feeder- oder Friedfischangeln (oft als Beifang)
Köder: Rotwurm, Tauwurmstück, Made, kleiner Gummiköder
Vom Frühjahr bis in den Herbst an Steinpackungen in Ufernähe; in kaltem Wasser sind die Bestände deutlich kleiner (Wikipedia).
Lebensraum und Nahrung
Ursprünglich Brackwasser von Schwarzem, Asowschem und Kaspischem Meer; heute in Rhein, Main, Mosel, Neckar, Donau, Elbe, Oder, Trave und an der Ostseeküste. Bodennah in flachen Uferbereichen bis etwa 3 m Tiefe, gern an Steinschüttungen (Wikipedia).
Jung Zooplankton, erwachsen vor allem Flohkrebse und Insektenlarven, dazu Wasserschnecken und kleine Muscheln; Fischlaich und Jungfische machten in einer Untersuchung weniger als 1 Prozent der Nahrung aus (Wikipedia).
Größe und Alter
Durchschnittlich rund 15 cm, alte Tiere über 20 cm; meist 3 bis 4 Jahre, in Ausnahmefällen bis 6 Jahre alt (Wikipedia). FishBase: max. 35 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 381,42 g, Höchstalter 6 Jahre.
Schutz und Regeln
Für diese Art haben wir in keiner Landesfischereiverordnung ein Mindestmaß oder eine Schonzeit gefunden. Gewässerordnungen können trotzdem etwas regeln.
Schonzeit und Mindestmaß sind Ländersache und können je Gewässer strenger sein. Alle Regeln je Bundesland, mit Gesetzestext
In der Küche
In Mitteleuropa kulinarisch kaum bekannt und wegen der Größe aufwendig zu verwerten; Anglerverbände werben mit Rezepten aus Osteuropa für die Verwertung (Wikipedia). Als Köderfisch für Zander und Wels genutzt, wo die örtlichen Regeln das erlauben.
Quellen (4)
Du weißt mehr?
Ergänzungen, Fotos von deinen Fängen oder ein Fehler im Text: schreib uns, wir nennen dich gern als Helfer.
Hinweis schicken