Fischart
Rotbrasse
Rotbrasse, auch Rosenbrasse oder Dorade Rosé, englisch Common pandora: rosa-silberne Meerbrasse mit kleinen blauen Punkten auf dem Rücken, ein beliebter Fisch für Bootsangler dicht über Grund.
Pagellus erythrinus

Foto: Georg Mrkvicka, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- April bis September mit Höhepunkt im Mai und Juni, je nach Region verschieden (englische Wikipedia); laut deutscher Wikipedia Sommer bis Frühherbst, im südlichen Mittelmeer möglicherweise zwei Laichzeiten (FishBase). Die Rotbrasse ist zuerst Weibchen und wird später Männchen, meist mit 3 bis 4 Jahren bei 12,8 bis 20,3 cm (englische Wikipedia, FishBase).
- Typische Methode
- Bootsangeln dicht über Grund mit Naturköder (deutsche Wikipedia)
- Top-Köder
- Kalmarstreifen
So erkennst du ihn
- Rosa bis rosa-silbern ohne Streifen oder Binden, kleine blaue Punkte auf dem oberen Rücken
- Oberer Rand des Kiemendeckels karminrot, rötlicher Fleck am Brustflossenansatz (englische Wikipedia)
- Dicke Lippen, vorn spitze Zähne, dahinter Mahlzähne
Verwechslungsgefahr: Junge Zahnbrassen sind ebenfalls rosa, haben aber nur spitze Fangzähne und keine Mahlzähne (englische Wikipedia). Die "Dorade Rosé" im Handel ist die Rotbrasse, nicht die Goldbrasse (deutsche Wikipedia).
So fängst du ihn
Methoden: Bootsangeln dicht über Grund mit Naturköder (deutsche Wikipedia), Leichtes Jiggen mit Inchiku oder Pilker (deutsche Wikipedia), Nachtangeln vom Ufer mit Naturköder an manchen Stellen (deutsche Wikipedia), Driftangeln über Sandkanten und Geröll (Faustregel)
Köder: Kalmarstreifen, Kleiner Köderfisch, Garnele, Seeringelwurm, Inchiku oder kleiner Pilker
Im Sommer und Herbst in Reichweite der Bootsangler, im Winter zieht sie tiefer (FishBase). In manchen Buchten kommt sie nachts ins Flachwasser und lässt sich dann auch vom Ufer fangen (deutsche Wikipedia).
Lebensraum und Nahrung
Ostatlantik von Norwegen (dort selten) und dem Mittelmeer bis Guinea-Bissau, mit Kap Verde, Madeira und den Kanaren (FishBase); auch im westlichen Schwarzen Meer (englische Wikipedia). Über Fels, Kies, Sand und Schlick, 20 bis 320 m tief, meist 20 bis 100 m; im Winter zieht sie in tieferes Wasser (FishBase). Jungfische leben näher an der Küste (englische Wikipedia). Laut deutscher Wikipedia in kleinen Gruppen entlang von Kanten in 20 bis 190 m, in manchen Buchten nachts auch im Flachwasser.
Vor allem Bodentiere und kleine Fische (FishBase). In der mittleren Adria fraßen kleine Rotbrassen (13 bis 21 cm) vor allem Borstenwürmer, größere über 21 cm vor allem Zehnfußkrebse und Fische (englische Wikipedia). Die deutsche Wikipedia nennt Leierfische, Sardinen, Sardellen, Sandaale, Krabben, Kaisergranat, Muscheln und Tintenfische.
Größe und Alter
FishBase: max. 60 cm Standardlänge, üblich 25 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 3,2 kg; im Mittel geschlechtsreif bei 14,2 cm. Die englische Wikipedia nennt die 60 cm als Totallänge. Laut deutscher Wikipedia meist 15 bis 25 cm, Ausnahmefische bis 55 cm und über 1 kg. Ein Höchstalter nennen die Quellen nicht.
Schutz und Regeln
Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal. Angelurlaub-Guide
In der Küche
Weißes, sehr zartes Fleisch mit hervorragendem Ruf in der Mittelmeerküche, das manchen als besser gilt als das der Goldbrasse (deutsche Wikipedia); frisch, geräuchert, gefroren oder getrocknet und gesalzen im Handel (englische Wikipedia). FishBase verzeichnet Berichte über Ciguatera-Vergiftungen.
Quellen (5)
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