Fischart
Große Geißbrasse
Große Geißbrasse, englisch White seabream oder Sargo: silbergraue Meerbrasse mit dunklen Querbinden und schwarzem Sattelfleck an der Schwanzwurzel, die gern in der schäumenden Brandung an Felsküsten frisst.
Diplodus sargus

Foto: Marrabbio2, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, auf 3:2 gebracht
- Laichzeit
- Je nach Region verschieden: FishBase nennt Januar bis März; laut deutscher Wikipedia im östlichen Mittelmeer Januar bis März, im westlichen März bis Juni; im Golf von Tunis März bis Mai, sobald das Wasser von 15 auf 18 °C steigt (englische Wikipedia). Geschlechtsreif mit 2 Jahren bei etwa 17 cm (FishBase). Manche Tiere wechseln vom Männchen zum Weibchen, andere nicht (deutsche Wikipedia).
- Typische Methode
- Grundangeln an Felsküsten und Molen mit leichter Montage
- Top-Köder
- Seeringelwurm
So erkennst du ihn
- Dunkler, sattelförmiger Fleck auf dem Schwanzstiel direkt hinter der Rückenflosse
- Silbergrau mit bis zu 9 Querbinden, abwechselnd dunkel und heller, nachts besonders deutlich (englische und deutsche Wikipedia)
- Hinterrand der Schwanzflosse schwarz, schwarzer Fleck über dem Brustflossenansatz
Verwechslungsgefahr: Die Spitzbrasse (Diplodus puntazzo) hat ein spitzeres Maul und ein flacheres Kopfprofil (deutsche Wikipedia). Im Handel wird die Geißbrasse teils als "Dorade" verkauft; die eigentliche Dorade ist die Goldbrasse mit goldenem Stirnband (deutsche Wikipedia).
So fängst du ihn
Methoden: Grundangeln an Felsküsten und Molen mit leichter Montage, Posenangeln in der Brandung an Felskanten, Brandungsangeln über Sand mit Felsflecken, Feines Spinnfischen mit kleinen Gummiködern (Faustregel)
Köder: Seeringelwurm, Krebs- oder Krabbenstücke, Miesmuschelfleisch, Garnele, Brotteig für kleinere Fische (Faustregel)
Sehr aktiv in der Brandungszone, vor allem in der Morgendämmerung (FishBase); tagaktiv (englische Wikipedia). Bewegtes, schäumendes Wasser an Felsküsten gilt als besonders fängig (Faustregel).
Lebensraum und Nahrung
Ostatlantik von der südlichen Bretagne über die Biskaya und die Küsten Spaniens und Portugals bis Gibraltar, dazu Madeira, das ganze Mittelmeer und das Schwarze Meer (englische Wikipedia, FishBase). Vor Israel lebt stattdessen die Art D. levantinus (englische Wikipedia). FishBase nennt das Gebiet noch bis Südafrika; diese Bestände gelten laut englischer Wikipedia heute als eigene Arten. Küstennahe Felsriffe mit Sandflecken und Posidonia-Seegraswiesen, 0 bis 50 m tief (FishBase), laut englischer Wikipedia bis 150 m, am häufigsten in der Brandungszone. Jungfische leben in Seegras, Flussmündungen dienen als Kinderstube (englische Wikipedia).
Allesfresser: Muscheln, Krebstiere, Borstenwürmer, Seeigel, Schnecken und Flohkrebse, dazu Algen, vor allem bei Jungfischen (FishBase, englische und deutsche Wikipedia). Sie wurde auch als Putzerfisch an Meeräschen beobachtet (englische Wikipedia).
Größe und Alter
FishBase: max. 45 cm Totallänge, üblich 22 cm, höchstes veröffentlichtes Gewicht 1,9 kg, Höchstalter 10 Jahre; dieselben Werte nennen englische und deutsche Wikipedia.
Schutz und Regeln
Mindestmaß, Fanglimit, Schonzeit und Lizenz legt jedes Reiseland selbst fest, in den USA jeder Bundesstaat. Pescaday listet diese Regeln nicht: Prüf sie vor dem Angeln beim Veranstalter und bei der Behörde des Landes. Hinweise mit Quelle stehen oben unter Schutzstatus. Lizenzseiten: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal. Angelurlaub-Guide
In der Küche
Beliebter, hochpreisiger Speisefisch im Mittelmeerraum, oft gegrillt (deutsche Wikipedia). Seit den 1990er-Jahren sind manche gegarten Geißbrassen gummiartig zäh und ungenießbar; die Ursache ist unbekannt, das tritt vor allem in verschmutzten Gebieten auf, etwa mit Kupfer aus Antifouling-Farben (englische Wikipedia).
Quellen (5)
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